Projektleitung Transition Dialogue (80 %, Berlin)
Befristet bis 31. Juli 2027 · Verlängerung angestrebt
Über die 1990er Jahre wird gerade so viel gestritten wie lange nicht mehr – meist von außen, oft polarisiert, fast immer national verkürzt. Genau hier setzt Transition Dialogue an: ein internationales Bildungsprojekt, das die Erfahrung Deutschlands – und spezifisch Ostdeutschlands – in einen breiten mittel- und osteuropäischen Resonanzraum stellt. Wenn du mehrperspektivisch denkst, depolarisierend, mit Methode, bewirb dich bei uns als Projektleitung (80 %), die dieses Vorhaben in den nächsten 14 Monaten strategisch und operativ verantwortet.
Wer wir sind
Austausch wurde 1992 gegründet und ist eine in Berlin ansässige, nichtstaatliche Non-Profit-Organisation. Unser Ziel ist die Stärkung der europäischen Zivilgesellschaft, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Austausch und Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Ost- und Mitteleuropa, der Kaukasusregion und Zentralasien, aktuell in den Themenfeldern Umwelt, Inklusion, Menschenrechte und politischer Bildung. Wir unterhalten ein Büro in Dnipro, Ukraine, von dem aus wir derzeit Umweltinitiativen bei der Bewältigung von Kriegsschäden unterstützen.
Transition Dialogue basiert auf unserer internationalen Bildungsarbeit, konkret mit mittel- und osteuropäischen Partnern, seit 2015. In der jetzt geförderten Modellphase (Mai/Juni 2026 – Juli 2027, mit Anbindung an die bpb) entwickeln wir gemeinsam mit Wissenschaftler:innen, Museen und pädagogischen Multiplikator:innen aus Deutschland, Polen, Bulgarien, Litauen, Kroatien und der Ukraine ein Toolkit zum Dialogischen Erinnern – Methoden, die Menschen mit unterschiedlichen Erinnerungen an die 1990er Jahre in einen offenen, urteilsfreien Gesprächsraum zusammenführen. Eingesetzt wird es in Schulen, Museen und der außerschulischen Bildung – mit Schwerpunkt auf Ostdeutschland, auch und gerade jenseits der Großstädte.
Was du bei uns machst
- Du steuerst das Projekt strategisch und operativ – von der Toolkit-Entwicklung über das Museumsseminar in Eisenhüttenstadt bis zu den drei Studienreisen Teaching Transition: On the Footsteps of Change nach Polen, Bulgarien und Litauen.
- Du gibst dem Projekt ein öffentliches Gesicht und baust unser Netzwerk gezielt in Ostdeutschland aus – in lokale Museen, Schulen, kulturelle und zivilgesellschaftliche Räume jenseits von Berlin und Leipzig.
- Du sicherst die Anschlussfähigkeit unserer Arbeit an Akteure wie bpb, NECE, EUSTORY, EUROCLIO und an deutsche und europäische Bildungs- und Demokratiepolitik.
- Du verantwortest Berichtswesen, Mittelabruf und ein vorausschauendes Risikomanagement – in Kontexten, in der politische Lagen sich schnell verschieben können.
- Und du arbeitest mit an der nächsten Phase: Wir streben eine Anschlussförderung über 2027 hinaus an, und du wirst sie inhaltlich mitgestalten.
Was du mitbringen solltest - Erfahrung und Leidenschaft für Demokratie-Diskurse – idealerweise an der Schnittstelle von Geschichte, Erinnerungspolitik und politischer Bildung. Du verstehst, warum Transformation, Ostdeutschland und Mehrperspektivität gerade jetzt politisch zählen.
- Erfahrung in historisch-politischer Bildungsarbeit, Multiplikator:innen-Arbeit oder Museumspädagogik.
- Netzwerke in und ein echtes Interesse für Ostdeutschland.
- Netzwerke und Sprachgefühl in Ostmitteleuropa – mindestens ein Land kennst du gut (Polen wäre ein klares Plus), die Region als Ganzes interessiert dich aufrichtig.
- Mehrjährige Erfahrung in Projektleitung internationaler Vorhaben – Budgetkontrolle, Drittmittel, Berichtswesen, Konsortialsteuerung, Reaktionsfähigkeit unter Druck.
- Sehr gutes Deutsch und Englisch in Wort und Schrift; eine ostmitteleuropäische Arbeitssprache (Polnisch, Bulgarisch, Ukrainisch, Russisch) ist ein klarer Vorteil.
- Souveränität im Umgang mit Wissenschaft, Museen, Schulen, Förderinstitutionen und Zivilgesellschaft – und Lust, zwischen diesen Welten zu übersetzen.
Schön wären zusätzlich - Ein Faible für hybride Formate, Storytelling, gute Moderation und das Handwerk öffentlicher Veranstaltungen.
Was wir bieten
Eine Stelle mit Substanz und echtem Gestaltungsspielraum – inhaltlich gut verankert in der deutschen und europäischen Bildungs- und Demokratielandschaft.
- Ein freundliches, eingespieltes Team. Büro im Prenzlauer Berg, im Herzen Berlins – mit kurzen Wegen in Politik, Kultur und Zivilgesellschaft.
- 80 %-Stelle, befristet bis 31. Juli 2027 entsprechend der Projektlaufzeit. Eine Verlängerung wird angestrebt.
- Eine faire Vergütung, gestaffelt nach Erfahrung.
- Mobiles Arbeiten in Maßen möglich. Regelmäßige Reisen innerhalb Deutschlands und in die Partnerländer Ostmitteleuropas gehören dazu.
- Und ein Projekt, in dem du nicht über Demokratie redest, sondern an ihr arbeitest.
So bewirbst du dich
Schick uns bis zum 21.05.2026 Motivationsschreiben und Lebenslauf an [email protected]. Wir sichten laufend und freuen uns über frühe Bewerbungen. Bitte schreib in den Betreff „Bewerbung Projektleitung Transition Dialogue“.
Wir freuen uns ausdrücklich über Bewerbungen von Menschen mit ostdeutscher Biografie und/oder Migrationsbiografien sowie von Menschen, die in der deutschen Bildungs- und Demokratielandschaft strukturell unterrepräsentiert sind.