Online-Diskussion “Displaced persons – Frauen. Vergleich der Erfahrungen von Belarus und Armenien“
05 Dezember 2022 │16:00 (Berlin/Warschau) / 19:00 (Eriwan) / 18:00 (Minsk) │ Zoom-Diskussion mit simultaner Übersetzung (Deutsch und Russisch)
In der Veranstaltung wurde die Problematik von Definitionen zu diesem Thema sowohl im Alltag als auch auf der alltäglichen Ebene diskutiert. Dabei ging es unter anderem um die Unterschiede zwischen den Definitionen „Zwangsmigrant:innen“, „Geflüchtete“, „Migrant:innen“, „Umsiedlung“, „Evakuierung“, „Zwangsumsiedlung“ usw.
Während der Diskussion wurden die globalen Ursachen von Umsiedlungen diskutiert, sowie ob und welche Art von Schutz die Migrant:innen erhalten, abhängig von der jeweiligen Definition ihrer Situation.
Zudem ging es um Probleme von Migrant:innen unter Berücksichtigung des Geschlechts (insbesondere Gefahr von Menschenhandel und Gewalt, einschließlich häuslicher Gewalt gegen Frauen).
Wir erörterten mögliche Vorschläge an die Kommission beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (UNCHR) – der UN Refugee Agency zur Entwicklung neuer Definitionen zum Thema, die den modernen Anforderungen der Gesellschaft gerecht werden könnten.
Diskussionsteilnehmerinnen:
- Gulnara Shahinyan – Beraterin verschiedener Strukturen der UN, der Europäischen Union, des Europarates, der OSZE zu Gender, Migration, Menschenhandel und Kinderrechten, Armenien
- Elena Aharelysheva – Genderforscherin, Belarus
- Maria Grits – Journalistin und Aktivistin, die doppelte Zwangsmigration hautnah miterlebt hat, Berlin
Moderation:
- Natallya Vasilevich – Theologin und Menschenrechtsaktivistin, Belarus