Vortrag und Diskussion: Mein Großvater war Tschekist – Russland wagt sich an die Täterdebatte, 18 Uhr, Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam Leistikowstraße 1, 14469 Potsdam |

Mittwoch, 13. März 2019, 18 Uhr: „Mein Großvater war Tschekist – Russland wagt sich an die Täterdebatte": Vortrag und Diskussion mit Anke Giesen, Berlin, in der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam Leistikowstraße 1, 14469 Potsdam. Eintritt frei.

Die Historikerin Anke Giesen spricht über die Täterdebatte im Hinblick auf sowjetische Geheimdienste im heutigen Russland. Sie hat über die jüngsten Diskurse rund um das GULag-Gedenkstätte Perm36 promoviert, ist Mitglied der Geschichts-AG im DRA und Vorstandsmitglied von Memorial Deutschland und Memorial International.

Zum Hintergrund: 
In den letzten zwei bis drei Jahren ist in Russland bei der Aufarbeitung von stalinistischem Terror und Repressionen ein neuer Trend zu beobachten: In der Debatte wendet sich der Blick von den Opfern von Massenerschießungen, GULag und Deportationen auf die Angehörigen des Staatsapparats, die an deren Planung und Durchführung maßgeblich beteiligt waren. Anke Giesen stellt die verschiedenen Richtungen vor, aus denen die schwerpunktmäßig in den sozialen Netzwerken geführte Debatte befördert wird – wie das sich verstärkende Interesse an der genealogischen Forschung und der erleichterte Zugang zu neuen Informationsquellen. Die aktuelle Hinwendung zu den Tätern wird außerdem in den größeren Zusammenhang der russischen Gesellschaftsentwicklung eingeordnet.

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