Through the lens of Transition: Media Credibility in Incredible Times // 16. Juli um 16 Uhr |

Viele der Ereignisse in diesem Jahr erinnern uns an die Zeit von vor 30 Jahren und lassen alte Fragen in neuem Licht erscheinen. Was gerade noch selbstverständlich war, ist plötzlich verschwunden. Alte fast vergessene Ängste kommen wieder hoch. Im Projekt Transition Dialogue starten wir eine Diskussionsreihe, um diesen wunden Punkten auf den Grund zu gehen. In der fünften Diskussionsrunde unserer Reihe „Through the lens of Transition“ sprechen wir über die Medien und welche Rolle sie in Zeiten des Wandels einnehmen.

Im Sozialismus unterlagen Medien staatlicher Kontrolle. Bürgerinnen und Bürger der betroffenen Länder wussten, wie man zwischen den Zeilen der Zeitungen liest und dass nicht alles, was dort stand, unbedingt der Wahrheit entsprach. Und dass sogar bahnbrechende Nachrichten wie die Atomkatastrophe von Tschernobyl in den Berichten offizieller Nachrichtenagenturen ausgelassen werden konnten.

In den meisten Teilen Europas ist heute die Freiheit der Presse in der Verfassung verankert, auch wenn dieses Recht in zunehmendem Maße verteidigt werden muss. Im Angesicht der COVID-19-Pandemie stehen die Medien allerdings einer scheinbar neuen Problematik gegenüber, die an die Herausforderungen von vor 30 Jahren erinnert.

Aufgrund der zunehmenden Komplexität der Nachrichtenthemen, können die Medien immer weniger die Illusion aufrecht erhalten ein objektives Bild der aktuellen Ereignisse zu liefern. Als Ergebnis hegt eine wachsende Anzahl von Menschen den Verdacht, dass „die Medien“ ihnen wichtige Informationen vorenthalten, sodass sie zu alternativen Informationsquellen und Verschwörungstheorien aus dem Internet greifen.

Wird den Medien schrittweise die Rolle der Hauptinformationsquelle genommen? Wie begünstigt das frühere Misstrauen gegenüber staatlichen Medien die gegenwärtige Skepsis? Wird durch die Pandemie beschleunigte Digitalisierung unsere Medienlandschaft noch mehr verändern?  Haben die Medien die Verantwortung, ihre Leser:innen vor bestimmten Informationen zu schützen und wie unabhängig können sie dabei noch sein?

Es diskutieren:

  • Dörte Grimm (DE): Filmemacherin und Autorin, Perspektive hoch 3  
  • Anna Litvinenko (RU/DE): Forscherin und Dozentin für Publizistik- und Kommunikationswissenschaftlerin, Freie Universität Berlin
  • Viktoras Bachmetjevas (LTU): Dozent für Philosophie an der Vytautas Magnus Universität in Kaunas. Vormals Media-Policy-Berater für das Kulturministerium Litauen

Die Beteiligung der Zuschauer:innen ist ausdrücklich erwünscht!

Wann: Donnerstag, 16. Juli, 16 Uhr
Wohttps://us02web.zoom.us/j/81737497541?pwd=Y25JcHdOQnBLOWRZa1A4VmhrVzVUQT09

Passwort: 620594

Die Diskussion wird in englischer Sprache geführt.

 

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

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