Podiumsdiskussion: Das Münchner Abkommen als Gipfel der Appeasementpolitik, 25. September, 19 Uhr, Deutsch-Russisches Museum, Zwieseler Str. 4, 10318 Berlin |

Veranstaltung von DRA/Museum Karlshorst zum 80. Jahrestag

In Kooperation mit dem Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst veranstaltet die AG-Geschichte des DRA am 25. September eine Podiumsdiskussion, die auf das Münchner Abkommen zwischen dem Deutschen Reich und den Anti-Hitler-Kräften zurückblickt und auch nach dessen Bedeutung für aktuelle politische Zusammenhänge fragt. Die Veranstaltung im Deutsch-Russischen Museum (Zwieseler Str. 4, 10318 Berlin) beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Münchner Abkommen vom 30. September 1938 sollte einen Krieg in Europa verhindern, indem die unrechtmäßigen Ansprüche des nationalsozialistischen Deutschen Reiches auf das Sudetengebiet und weitere tschechoslowakische Territorien „befriedigt“ wurden. Doch dies erwies sich als eine Fehleinschätzung. Nicht einmal ein Jahr später begann die deutsche Wehrmacht mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 einen brutalen Angriffskrieg. Für die Tschechoslowakei bedeutete das Abkommen das Ende ihrer seit 1918 nur zwanzig Jahre währenden Selbstständigkeit. Wie sind die Zugeständnisse im Rahmen der damaligen französisch-britischen Appeasement-Politik 80 Jahre später zu bewerten? Was bedeutet dies in der Erinnerung der beteiligten Staaten und was können wir für aktuelle Konflikte aus dem Münchner Abkommen lernen?

Es diskutieren: Florian Dierl (Leiter des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände, Nürnberg), Jaromir Mrnka (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für die Studien totalitärer Regime, Prag), ein dritter Podiumsgast wird noch bekanntgegeben.

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