24.3.2012 Öffentliche Mitgliederversammlung des DRA und Fest in der Brotfabrik, in Berlin, 14 Uhr |

Der DRA lädt alle Mitglieder und Interessierten zum Frühjahrstreffen nach Berlin ein. Tagesordnung: Jahresberichte 2011 von Geschäftsführung, Finanzverantwortlichen und Vorstand, Vorstandsneuwahl sowie eine Diskussion zur aktuellen Lage in Russland kurz nach der Präsidentschaftswahl und angesichts der Proteste der Bevölkerung seit den Dumawahlen. Der Abend schließt ab 19 Uhr mit einer kleinen Feier anlässlich des 20. Jahrestags der Registrierung des DRA e.V. am 30.3.1992.

AUS DER EINLADUNG ZUR MITGLIEDERVERSAMMLUNG

Sa, 24. März 2012, 14-19 Uhr
mit anschließender 20-Jahres-Feier

Brotfabrik, Caligariplatz 1, 13086 Berlin

Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Interessenten,

im Frühjahr 1992 – die Sowjetunion war bereits Geschichte – befand sich Russland in einem denkbar schwierigen Prozess der Selbstfindung mit ungewissem Ausgang. In diesen Anfängen der Ära Jelzin gründete sich in Berlin und Petersburg der DRA. Seither engagiert sich unser Verein in ganz verschiedenen Projekten für die Stärkung der Zivilgesellschaft in Russland, in Deutschland und in Europa insgesamt.

Angesichts zehntausender Demonstranten nach der Duma- und vor der Präsidentenwahl sowie neu erwachender Kräfte der Protest- und Oppositionsbewegung steht Russland derzeit erneut an einem Scheideweg: Fällt das Land noch weiter zurück in Repressionen und Autokratie oder reicht die Kraft der Protestbewegung für eine schrittweise Öffnung der Gesellschaft?

Welche Aufgaben stellen sich für den DRA in beiden Szenarien? Wer sind mögliche neue Partner? Wo können/sollen wir uns einbringen? Kurz nach der Präsidentenwahl und fast auf den Tag genau 20 Jahre nach der Registrierung des DRA am 30. März 1992 wollen wir wieder mit Euch/Ihnen ins Gespräch kommen und laden Euch/Sie herzlich nach Berlin ein zur Mitgliederversammlung und ersten kleinen Jubiläumsfeier

Auf dem Programm stehen diesmal der Jahresbericht über unsere Arbeit inklusive Finanzen, die Vorstellung des deutsch-russischen Umweltinformationsbüros RNEI, die Neuwahl des Vorstandes nach zwei Jahren sowie eine ausführliche Diskussion zu den jüngsten Ereignissen in Russland und ihren Konsequenzen auf unsere Arbeit.

Kandidaturen für den neuen Vorstand sind ausdrücklich erwünscht. Sie können gern schon jetzt bekannt gegeben werden (bitte über assistenz@austausch.org), sind aber auch auf der MV noch möglich.

Im Anschluss daran wollen wir mit euch/Ihnen zurückblicken auf zwei Dekaden DRA – und vor allem feiern. Eingeladen sind deshalb neben  Gründungsmitgliedern auch all jene, die den Verein in den Aufbaujahren getragen haben.

Auch andere Osteuropa-Begeisterte und Russland-affine Interessenten sind ausdrücklich willkommen.

Zur Erleichterung unserer Planung bitten wir, uns bis 15. März unter
assistenz@austausch.org kurz mitzuteilen, ob Ihr/Sie teilnehmen werdet.

Wir freuen uns auf lebendige Debatten und ein fröhliches Fest

Sabine Erdmann-Kutnevic, Elfie Siegl, Hanno Gundert,
Jörg Albinsky, Tim Bohse (Vorstand)
Stefan Melle (Geschäftsführer)

Programm Mitgliederversammlung

14.00 Uhr

Wo steht der DRA? Geschäftsbericht zur Arbeit des Vereins
Stefan Melle

Im Fokus: Russisch-deutsches Büro für Umweltinformation
Was verbirgt sich hinter der Website RNEI.ru?
Angelina Davydova, St. Petersburg

Diskussion: Wie weiter mit den Projekten?
Moderation: Sabine Erdmann-Kutnevic

15.30 Uhr Pause

15.45 Uhr Drittmittel, Spenden und Zuschüsse
Finanzbericht zum vergangenen Jahr und Diskussion
Constanze Anthes

Hat sich der vergrößerte Vorstand bewährt?
Vorstandsbericht über die vergangenen zwei Jahre mit Diskussion
Moderation: Hanno Gundert

Entlastung und Neuwahl des Vorstands
In einer ersten Runde werden zunächst die drei einzelvertretungsberechtigten
Vorsitzenden gewählt, danach weitere Mitglieder für den erweiterten Vorstand

17.15 Uhr Pause

17.30 Uhr Wie weiter nach der Präsidentenwahl?
Diskussion zur aktuellen Lage in Russland mit Erfahrungsberichten von DRAMitgliedern, die die jüngsten Ereignisse vor Ort beobachtet haben
Moderation: Stefan Melle

19.00 Uhr 20 Jahre DRA – die Party mit Aktiven der ersten Stunde und Musik - open end

Das Brotfabrik-Kino
Seit 1990 wird im BrotfabrikKino der Film in all seinen Erscheinungs- und Ausdrucksformen gepflegt und gefördert. Programmgestalter Claus Löser, holte durch sein engagiertes und unabhängiges Programm nicht nur mehr als 180.000 Menschen in das relativ kleine Kino, sondern er konnte auch zahlreiche  einzigartige Programmpunkte setzen. Zu den Gästen gehörten u.a. die Filmemacher Peter Greenaway, Buddy Giovinazzo, Lutz Dammbeck, Wilhelm Hein, Helke Misselwitz und Christoph Schlingensief, zu den Festivalgründungen und -beteiligungen u.a. das "Fantasy FilmFestival", "Film & Achitektur" und "50 Jahre subversives Kino". Unzählige thematische FiImreihen und Präsentationen von nationalen und internationalen Filmkünstlern ergänzen das Angebot, für das der Verein mehrfach prämiert wurde. Gemeinsam mit der Filmwissenschaftlerin Karin Fritsche gründete Claus Löser das Filmarchiv "ex.oriente.lux Experimentalfilmarchiv Ost 1976 - 1989", das seit einigen Jahren die unabhängigen künstlerischen Filmproduktionen der DDR archiviert.

Die Brotfabrik-Kneipe
In den Räumen wurden schon vor 90 Jahren Brot und Kuchen verkauft, 1890 lud „Schnelle’s Gesellschaftshaus“ zu Bier und Kaffee. 1990 wurde hier eine Kneipe mit dem wunderbaren Namen „Geierwallys Stieftochter im Ausland. Das Café an der Spitze“ legendär. Nach dem Weggang des Gründerteams übernahm der Verein der Brotfabrik die Räume, baute sie völlig um und betreibt sie seit Juli 2001 als "BrotfabrikKneipe". Zur Kneipe gehört der ‚Rote Salon’. Er eignet sich durch seine Ruhe, die warmen roten Wände und die Holzböden ausgezeichnet für Lesungen und Versammlungen. Bei Partys dient er als Rückzugsraum für Gespräche und Bufet. Der vordere Gastraum mit seinen großen Schaufenstern wurde mit Holz aus dem ehemaligen Kino „Venus“ verkleidet. Auch die Leuchten stammen daher und geben nach über 40 Jahren Filmleben, inhaltlich zu Haus und Platz passend, dem Raum einen Schuss Retrostil. Hier kann bei Partys auch getanzt werden!

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