Diskussion: Die Sowjetunion – ein Kolonialstaat? 23.November, 20 Uhr, Panda-Theater, Knaackstraße 97, Berlin |

Eine Veranstaltung des DRA e.V. im Rahmen der Reihe „Die Oktoberrevolution und ihre Folgen: Rückblicke auf die Gegenwart“.

Wann: Do, 23.11.2017, 20 Uhr
Wo: Panda-Theater, Knaackstraße 97, 10435 Berlin

Referenten: Vladislav Inozemtsev – Polish Institute of Advanced Studies (Warschau)
Andrii Portnov – Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Moderation: Christoph Meißner – Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst

In der historischen Forschung wurde das Russische Zarenreich schon immer als Imperium verstanden, das sich im Verlauf seiner Geschichte immer wieder neue Territorien angeeignete, um diese ökonomisch auszubeuten oder die eigene geostrategische Position zu verbessern.
Hingegen hat es die sowjetische Propaganda vermocht, das Narrativ von der UdSSR als Bezwingerin des Imperialismus auch in den Köpfen westlicher Wissenschaftler zu verankern. Erst als nach dem Zusammenbruch der UdSSR sich in deren Nachfolgestaaten Geschichtsdeutungen etablierten, in deren Rahmen das eigene Land als Opfer sowjetischen Kolonialismus beschrieben wurden, entstand auch jenseits des ehemaligen „eisernen Vorhangs“ das Interesse, die UdSSR und ihr Erbe unter dem Blickwinkel kolonialer Strukturen zu beforschen.
In der Veranstaltung wird beleuchtet, inwieweit die koloniale Hypothese den Verstehenshorizont erweitert sowohl in Bezug auf die Spezifik des Miteinanders der verschiedenen Republiken und Regionen innerhalb der UdSSR als auch auf die besondere Problematik der Beziehungen, die sich heute zwischen ihren verschiedenen Nachfolgestaaten entspinnt.

Die Veranstaltung wird deutsch-russisch synchron gedolmetscht.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an:
ag-geschichte@austausch.org
www.austausch.org

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