Umwelt

Zahlreiche Akteure in West- und Osteuropa setzen sich für den Schutz von Umwelt und Klima ein und fordern die Einhaltung von Standards, Abkommen sowie ihre Rechte als Bürger ein. Dabei sind die Rahmenbedingungen in den jeweiligen Ländern sehr unterschiedlich. Tendenziell haben es Umwelt- und Klimaschützer in Osteuropa schwerer: oftmals mangelt es an gezielter politischer Förderung des Umwelt- und Klimaschutzes, an echter zivilgesellschaftlicher Teilhabe in politischen Entscheidungsfindungsprozessen oder an einer breiten Unterstützung seitens der Bevölkerung. Demgegenüber steht das herausragende Engagement, die Ausdauer und Kreativität bei der Lösungsfindung unter Individuen, Initiativen, NGOs, Politikern, Journalisten, Wirtschaftsvertretern und vielen anderen, wenn es um die Bemühung einer verbesserten Integration von Umwelt- und Klimaschutzbelangen in den Alltag, die politische Agenda und die wirtschaftliche Modernisierung geht.

Berichte zu Umwelt- und Klimaschutz

Hier sind Presseberichte, Fachpublikationen, Pressemitteilungen, Veranstaltungshinweise zu Umwelt- und Klimaschutzbelange in Deutschland, Russland, Ukraine und Belarus zu finden

Januar 2017

  • Der Regierungsrat für Umweltfragen der Russischen Föderation hat politische Schritte zur Senkung von Schadstoffemissionen sowie zu einem verbesserten Abfallmanagement beschlossen. Föderationssubjekte und Unternehmen werden aufgerufen, zukünftig Schadstoffmonitorings durchzuführen. Zudem sollen Industrieunternehmen bestverfügbare, umweltgerechte Technologien verwenden. Bis 2018 soll ein russlandweit Mülltrennsysteme eingeführt werden. Konkrete Regelungen und Programme zu den genannten Maßnahmenpunkten werden noch ausgearbeitet. Doch schon jetzt kritisieren Experten, die angedachten Instrumente seien zu wenig ambitioniert und bei weitem nicht ausreichend. Es böte ungenügend wirtschaftliche Stimulation, die für eine umwelt- und klimagerechte Entwicklung in Russland notwendig wäre. Zu den größten Herausforderungen im Umweltbereich in der Russischen Föderation zählen die Luft- und Gewässerverschmutzung, ein unzureichendes Müllmanagement sowie der Druck auf Wälder und die biologische Vielfalt. Beitrag Angelina Davydova: http://www.kommersant.ru/doc/3182722

Dezember 2016

  • Klimaschutzbericht 2016 der Bundesrepublik Deutschland, "Deutschland wird sein
    Klimaziel für das Jahr 2020 aller Voraussicht nach verfehlen. Das räumt die Bundesregierung in ihrem  Klimaschutzbericht ein, den das Bundeskabinett am Mittwoch gebilligt hat. Statt um 40 Prozent sinkt der
    Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 im Vergleich zu 1990 nur um 37 bis 38 Prozent. Trotzdem will die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode keine zusätzlichen Maßnahmen mehr beschließen, erklärte das Umweltministerium. Die Opposition übte scharfe Kritik." (taz)
  • Bericht zu Klimakonferenz in Marrakaesch und den Auswirkungen des Pariser Abkommens auf die globale Wirtschafts, Angelina Davydova (RNEI): Laut Dimitri Medwedjew sei auch in Russland die Ausarbeitung eines Klimaschutzplans vorgesehen, in dem auch nationale Klimaadaptationsmaßnahmen sowie die Regulierung von CO2 Eingang finden sollen. Dadurch, so Alexej Kokorin (WWF) sollen effektiv Energieeffizienzlösungen und Innovationspotentiale stimuliert werden. http://www.ng.ru/ng_energiya/2016-12-13/15_6883_marrakech.html
  • Sarah Reinke (Gesellschaft für bedrohte Völker) zur kritischen Lage von Indigenen in Russland. Viele aktive Indigenen, die sich unter anderem für Sozial- und Umweltstandards bei Rohstoffföderprojekten einsetzen, werden schikaniert und bedroht. "So verlieren jene, die am dringendsten auch international Fürsprecher brauchen, ihre kompetentesten Vertreter. Die Angst vor genau diesem Schicksal lässt viele andere schweigen." http://www.die-tagespost.de/politik/Gastkommentar-Russland-und-die-Indigenen;art315,174621, #Pressemitteilung GfbV Razzia in Moskau - Schikanen gegen indigene Menschenrechtler. Sorge um Sicherheit indigener Aktivisten wächst