Nachhaltige Perspektiven auf dem Land in Russland und der Ukraine

Heute erleben ländliche Räume in Russland und in der Ukraine einen strukturellen und demografischen Wandel. Neben den Sorgen, die diese Veränderungen den Menschen in den Regionen bereiten, können sie aber auch eine Reihe von Chancen bieten, die betroffenen ländlichen Regionen zu stärken und die Lebensqualität der Menschen vor Ort zu verbessern.

Dieses Projekt soll es Bürger_innen in den Regionen ermöglichen, diese Chancen zu erkennen und gemeinschaftlich nachhaltige Perspektiven für ihre ländlichen Kommunen zu entwickeln. Die Akteure vor Ort werden darin gefördert, Zusammenhänge zwischen globalen ökologischen, wirtschaftlichen und technologischen Entwicklungen und lokalen Handlungsmöglichkeiten zu erkennen, um zukunftsfähige Lösungen für die eigene Region zu erarbeiten. Dies geschieht partizipativ mithilfe verschiedener Offline- und Online-Veranstaltungen wie Workshops, Stakeholder Engagement Trainings und einer Studienreise. Dadurch erlangen die Teilnehmer die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten, vorhandene Ressourcen nachhaltig zum Wohle der Gemeinschaft einzusetzen. Ziel ist es auch, dass die Akteure des Projekts ihre Interessen (z.B. Entwicklungsperspektiven, soziale Sicherheit, gesunde Umwelt) in der Öffentlichkeit und vor politischen Entscheidungsträger_innen vertreten können um auch von dieser Seite mehr Unterstützung zu bekommen.

Projektlaufzeit

April 2020 – Dezember 2020

Covid-19-Update

Aufgrund der aktuellen Pandemielage kann es zu organisatorischen Änderungen einzelner Projektmaßnahmen kommen.
 

Unsere Partner

  • Russisch-Deutsches Büro für Umweltinformation, St. Petersburg, Russland

  • Center for Environmental Initiatives “Ecoaction”, Kyiv, Ukraine

Projektphasen

  • Analyse- und Sensibilisierungsphase

Analyse und Bestandsaufnahme der ökologischen, sozialen und ökonomischen Ressourcen und Situation in den ländlichen Regionen in der Ukraine und Russland durch Expert_innen im Austausch mit lokalen Gemeinschaften.

Auswahl der einzelnen Orte in den Regionen, die an dem Projekt teilnehmen sollen, durch die Partner und Expert_innen.

  • Qualifizierungsphase - Dialog- und Fortbildungsreise

Dialog- und Fortbildungsreise der 24 Vertreter_innen der ländlichen Gemeinschaften aus der Ukraine und Russland nach Berlin und Umgebung. Training zur Entwicklung von Kapazitäten um lokale Stakeholder für die Umsetzung von Entwicklungs- und Veränderungsprozessen zu gewinnen und sie aktiv in diese Prozesse einzubinden.

  • Ausarbeitungsphase - Hubs of Ideas

Drei Workshops (Hubs of Ideas) mit Vertreter_innen der teilnehmenden ländlichen Gemeinschaften der jeweiligen Regionen, zur gemeinsamen Ausarbeitung von Ideen und Roadmaps für mögliche Entwicklungspfade.

  • Implementierungsphase

Erste Schritte zur Umsetzung von Ideen und Roadmaps. Präsentation der Ergebnisse an einem zentralen Ort der jeweiligen Regionen mit Vertreter_innen anderer Kommune, politischen Entscheidungsträger_innen und Medienvertreter_innen.

 

Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt und Brot für die Welt gefördert.