DRA Newsletter März/April 2017

Liebe Leser,

hiermit informieren wir Sie über unsere Aktivitäten der Monate März und April. In diesem Zeitraum lag ein für uns ganz besonderes Datum: Der DRA wurde 25 Jahre alt!

Das Jubiläum war Anlass, gemeinsam mit vielen Freund*innen, Kolleg*innen und Unterstützer*innen auf 25 spannende und erfolgreiche Jahre Arbeit zurückzublicken. Und es war zugleich Ansporn zum weiteren Engagement in einer anspruchsvollen und widersprüchlichen Gegenwart – von unserer vielfältigen Projekt- und Begegnungsarbeit bis zur klaren Positionierung, wenn wir Bürger- oder Menschenrechte verletzt oder bedroht sehen. Lesen Sie hier dazu mehr!

Mit herzlichen Grüßen

und vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Interesse

Stefan Melle

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Inhalt

1) 25 Jahre DRA: Jubiläumsfest mit 200 Gästen – Verantwortung für europäische Beziehungen, Frieden und offene Gesellschaft betont

Am 30. März 1992 wurde der DRA in Berlin ins Vereinsregister eingetragen – und am 30. März 2017 das 25-jährige Jubiläum des Vereins denkwürdig gefeiert! In den Ballsaal Berlin-Wedding kamen aus diesem Anlass knapp 200 geladene Gäste, darunter Vereinsmitglieder, derzeitige und ehemalige Mitarbeiter*innen, Kolleg*innen, Freund*innen und Vertreter*innen von Förderern sowie von Partnerorganisationen aus Russland, der Ukraine, Belarus, Polen, Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und Frankreich (Fotostrecken zur Feier HIER sowie auf Facebook).

Die Festreden hielten Elena Nemirovskaya, Gründerin und Leiterin der School for Civic Education (Moskau), sowie Markus Meckel, Bürgerrechtler sowie Außenminister a.D. und MdB a.D. Beide sprachen über die große Verantwortung, die noch immer aus den horrenden Kriegen und Diktaturen des 20. Jahrhunderts erwächst – gerade heute gedenken wir wieder des Kriegsendes und der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai 1945. Eine Verantwortung, die gerade jetzt wieder im Einsatz für eine offene, demokratische und von den Bürger*innen geprägte Gesellschaft in Europa liegt – und für die sich der DRA seit 25 Jahren in vielfältigster Weise stark macht. (Die Rede von Markus Meckel finden Sie HIER.)

Außerdem sprach Martin Bock, einer der Gründer des DRA, über die Vorgeschichte des DRA ab 1988, ergänzt per Videobotschaft von Rudi Piwko – dem Initiator und ersten Geschäftsführer des Vereins, vom DRA-Vorstandsmitglied Hanno Gundert und dem DRA-Geschäftsführer Stefan Melle. Durch den Abend führten mit viel Charme Irina Bukharkina und Viktor Weber. Zum Programm gehörten auch eine Lesung von Nellja Veremej aus ihrem Buch „Berlin liegt im Osten“, Klavier- und Akkordeonmusik, eine Lichter-Gratulation unseres langjährigen und engsten Partners NRO/DRA St. Petersburg, eine Tombola und eine riesige Geburtstagstorte. Zum Schluss lockte DJ Sergej Medvedev noch viele auf die Tanzfläche.

Wir danken allen Gästen für ihr Kommen und allen Förderern, Spendern und Ehrenamtlichen für die Unterstützung, ohne die unsere Arbeit der letzten 25 Jahre nicht möglich gewesen wäre – und schließlich auch allen, die dazu beigetragen haben, dass wir dieses beglückende und motivierende Fest feiern konnten. Zusammen mit den vielen Kolleg*innen und Freund*innen des DRA blicken wir nun auf die nächsten 25 Jahre des Engagements für starke Zivilgesellschaften – in einem trotz allem immer mehr zusammenwachsenden Europa!

2) Berlin, 10. Mai, 19 Uhr: Podiumsdiskussion der AG Geschichte des DRA zum heutigen Blick auf das russische Revolutionsjahr 1917

Die unlängst gegründete Arbeitsgruppe (AG) Geschichte des DRA lädt hiermit herzlich zu ihrer ersten Veranstaltung ein. Am Mittwoch, dem 10. Mai, geht es ab 19 Uhr um das Thema „Die Oktoberrevolution und ihre Folgen: Rückblicke auf die Gegenwart“. Ort: Bibliothek am Luisenbad (Travemünder Str. 2, 13357 Berlin; U-Bahn Pankstraße). Der Eintritt ist frei.

Weltweit steht die Frage im Raum, wie die russischen Revolutionen des Jahres 1917 ein Jahrhundert später historisch einzuordnen sind. Wie wird man in Russland und anderen einst sowjetisch beherrschten Staaten ihrer gedenken? Beispiel sind diesmal die Erinnerungsdiskurse in Russland und Georgien. Die Referent*innen sind Dr. Jan Claas Behrends (Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam), Dr. Zaal Andronikashvili (Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Berlin) und Dr. Ekaterina Makhotina (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn). Die Moderation übernimmt Anke Giesen (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg).

Die Veranstaltung ist die erste in einer gleichnamigen Reihe von fünf Diskussionen der AG mit osteuropäischen und deutschen Expert*innen zu den Folgen der Revolution, die bis Ende 2017 u.a. das Menschenbild in der Sowjetunion, die kolonialen Phänomene der UdSSR-Expansion, die Ambivalenzen der Industrialisierung und weitere Aspekte thematisieren werden. Die Reihe wird von der Stiftung Aufarbeitung gefördert. Koordinator der AG ist der Osteuropa-Historiker Christoph Meißner; Kontakt: ag-geschichte@austausch.org.

3) Berlin, 10. Mai, 18:30 Uhr: „Quo vadis, Fußball-WM 2018?“ – Einblicke in Fußball in Osteuropa und Debatten um WM in Russland – Anmeldung bis 9. Mai!

Die Fußball-WM im Sommer 2018 in Russland wirft ihre Schatten voraus – zum Auftakt findet ab dem 7. Juni 2017 in Moskau und St. Petersburg der Confederations Cup statt. Vor diesem Hintergrund wird unter dem Dach des DRA bis zum Herbst 2018 ein neues Projekt zur Fußball-Fankultur und zur WM 2018 durchgeführt. Gefördert wird es durch das Auswärtige Amt und den German Marshall Fund (GMF).

So findet am Mittwoch, dem 10. Mai um 18:30 Uhr in Räumen unseres Projektpartners „Fanprojekt Berlin“ im Haus der Fußballkulturen (Cantianstraße 25, 10437 Berlin) die Veranstaltung „Quo vadis, Fußball-WM 2018?“ statt. Allen Interessierten ermöglicht sie Einblicke in osteuropäische und innerrussische Debatten rund um die Weltmeisterschaft und den Fußball in der Region. Weitere Themen sind der Stand der Zivilgesellschaft im Umfeld des Sports und Phänomene des Hooliganismus und Rechtsextremismus.

Die Diskussion erfolgt im Rahmen des einwöchigen Seminars „Fußball-Fankultur in der Offenen Gesellschaft“ in Berlin, bei dem 16 Teilnehmer*innen aus Belarus, Russland und der Ukraine am Beispiel der deutschen Fankultur mehr zu den Mechanismen, Herausforderungen und Widersprüchen einer demokratischen Zivilgesellschaft erfahren. Die russischen Gäste werden vor allem über Themen rund um die Fußball-WM sprechen, ihre Kolleg*innen aus Belarus und der Ukraine die Fußball-Fanszenen ihrer Länder darstellen und ihren eigenen Blick auf die Weltmeisterschaft schildern.

Anmeldungen zur Veranstaltung erbitten wir bis 9. Mai an offrabbit.transitions@gmail.com. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie HIER.

4) 12. Mai, 19 Uhr: „Russland vor einer neuen Repressionswelle?“ Gespräch mit Grigoriy Okhotin (Memorial/OVD-info) über Strafverfahren nach den Märzprotesten

Die bekannte Moskauer Bürgerrechtsorganisation OVD-info erwartet in Russland eine neue Welle von Strafverfahren und Repressionen gegen Teilnehmer*innen von Demonstrationen. Dies berichtet sie in einem Report über Verfolgungen nach den Anti-Korruptions-Protesten in rund 80 russischen Städten am 26. März, der auf ihrer Website www.ovdinfo.org dokumentiert ist (Details auf Russisch, Englisch, Deutsch HIER). Damals wurden weit mehr als 1 000 Menschen landesweit festgenommen, zahlreiche mit Ordnungsstrafen oder mehrtägigem Gewahrsam belangt. In etlichen Fällen sind auch weiter gehende Strafverfahren eröffnet worden, deren Begründung und Praxis nach Einschätzung von OVD-info, aber auch von vielen Journalist/innen und Vertreter/innen der Öffentlichkeit, stark an die Verfolgungen nach den Bolotnaja-Platz-Protesten von 2012 erinnern. Der DRA lädt herzlich ein am 12. Mai um 19 Uhr zu einem Gespräch mit Grigoryj Okhotin, Co-Gründer von OVD-Info, in den Räumen des DRA. Okhotin wird Fakten und Hintergründe erläutern und mit dem Publikum diskutieren (Anmeldung unter info@austausch.org erforderlich).

OVD-Info, das beim Menschenrechtszentrum Memorial in Moskau angesiedelt ist, dokumentiert seit mehreren Jahren mit Hilfe von Freiwilligen und Messenger-Diensten quasi in Echtzeit und sehr erfolgreich Festnahmen und Gerichtsverfahren aus politischen Motiven in Russland – wer wann von wem wie verhaftet wurde, was mit Betroffenen weiter geschieht, wie die Prozesse verlaufen etc. OVD-info ist zugleich ein Beispiel, wie Menschenrechtler*innen in Russland Potentiale des Internets nutzen.

5) Ausschreibung: Dönhoff-Stipendium für einen Freiwilligendienst in Deutschland - Bewerbungsfrist bis zum 10. Mai verlängert!

Auch in diesem Jahr (2017/2018) bieten wir mit Unterstützung der Marion-Dönhoff-Stiftung insgesamt sechs Freiwilligendienste in Berlin für junge Menschen aus Russland, der Ukraine, Belarus und dem Baltikum an. Bewerben kann man sich zum 10. Mai 2017. Die Bewerber*innen können sich für den Zeitraum September bis November 2017 oder Dezember 2017 bis Februar 2018 entscheiden. Aktuelle Themenschwerpunkte der Freiwilligendienste sind die Bereiche Sozial-, Jugendbildungs- und Umweltpolitik. Geboten wird außerdem ein Begleitprogramm zu Geschichte, Gesellschaft, Politik und Kultur Deutschlands. Die Dauer des Aufenthalts ist auf drei Monate befristet. Weitere Informationen zum Freiwilligendienst in Deutschland HIER. Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen!

6) Europe Lab 2017“ in Danzig: Ausschreibung für zwei Workshops des Forums für junge Fachleute bis 10. Mai verlängert – DRA trägt Klimaschutz-Workshop bei

Bewerben bis 10. Mai! „Europe Lab“, das Europäische Forum für junge Fachleute, findet in diesem Jahr vom 27.-30. Juli in Danzig statt – jener Stadt, die jahrhundertelang deutsch-polnische und Ostsee-Geschichte mit prägte, in der der II. Weltkrieg, aber auch die Befreiungsbewegungen im sozialistischen Osteuropa ihren Anfang nahmen.

Für zwei der Workshops von Europe Lab wurde die Anmeldefrist nun noch einmal bis 10. Mai verlängert. Beide zielen auf die Vermittlung neuer Methoden in der NGO-Arbeit – mit den Themen: “Gdańsk in the Spotlight – City Development Hackathon“ and "360° Story – Multimedia Telling". Der vom DRA ausgerichtete Europe Lab-Workshop zu internationalem Klimaschutz und Bürgerbeteiligung ist dagegen bereits ausgebucht, ebenso ein vierter zu „Solidarität in Europa“.

Bewerben können sich 25-35-jährige Vertreter*innen der Bereiche Wirtschaft, Verwaltung, Zivilgesellschaft, Kultur und anderer Sphären. Veranstalter ist das EU-Russia-Civil Society Forum in Kooperation mit dem European Solidarnosc Center, dem DRA, der Lettischen Plattform für Entwicklungszusammenarbeit (LAPAS) und der italienischen NGO Trepuntozero. Das Forum wird von der Robert Bosch Stiftung und der Oak Foundation gefördert. Details siehe HIER.

7) Berliner Schüler*innen: Bis 9. Juni bewerben für die Zweite Internationale Schülerolympiade der Metropolen 2017 in Moskau!

Schüler*innen aus Berlin können sich bis zum 9. Juni für die Zweite Internationale Schülerolympiade der Metropolen 2017 in Moskau bewerben! Organisiert wird der Wettbewerb, der vom 4. bis 9. September stattfindet, von der Stadt Moskau.

Die Berliner Gruppe wird die Stadt in den Fächern, Mathematik, Physik, Chemie und Informatik vertreten. Ihre Teilnahme wird von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin-Moskau unterstützt und von Mitarbeiter*innen des DRA betreut und begleitet. Weitere Informationen zur Olympiade finden Sie HIER.

8) Projekt „Transition Dialogue“: Buch über Transformationserfahrungen in sechs Ländern Mittel- und Osteuropas veröffentlicht – Koordination durch DRA

Das vom DRA initiierte und koordinierte Netzwerk "Transition Dialogue" hat ein Buch über die Erfahrungen mit der Transformation in Russland, Bulgarien, der Ukraine, Kroatien, Deutschland und Rumänien veröffentlicht. Es umreißt auf der Basis von Interviews und Analysen, wie die Menschen in den sechs Ländern die Veränderungen seit 1990 erlebt haben.

Die Arbeiten zeigten, dass die bisher meist vertretene Vorstellung von einer gleichgerichtet verlaufenden Transformation – mit einem gemeinsamen Ausgangspunkt in der (post-) sozialistischen Gesellschaft hin zu mehr Demokratie und Marktwirtschaft – eine erhebliche Vereinfachung und damit vielleicht gar falsche These ist. Vielmehr waren sowohl die Ausgangslagen als auch die Wege und vorläufigen Ergebnisse dieser Übergangszeit äußerst unterschiedlich. In der Wahrnehmung der Betroffenen reichen sie, so die Redakteurin des Bandes, Louisa Slavkova (Sofia/Bulgarien), „von Wissenslücken und Nostalgie in Bezug auf die kommunistische Vergangenheit in Bulgarien über den Brain-Drain in Kroatien, den Verlust an Gemeinschaftsgeist und –raum in Deutschland und die verpassten Chancen in der Minderheitenpolitik in Rumänien bis zum konservativ-autoritären Wiederaufstieg in Russland und den sowjetischen Überbleibseln in der Ukraine.“

Eine Nutzung dieser Erkenntnisse hieße, auch die Vermittlung dieser Zeit in der politischen Bildung zu verändern, individuelle Narrative der Zeitzeugen stärker einzubeziehen, eine differenzierte Erinnerung an diese Zeit zu etablieren und entsprechende Schlüsse für die heutige, der Bürgerdemokratie nähere oder fernere Verfasstheit der jeweiligen Gesellschaften und Institutionen zu ziehen.

Die Gesamtkoordination von Projekt und Publikation lag in den Händen von Christine Wetzel vom DRA-Vorstand. Herzlichen Dank an sie, alle Partner und an die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) für die Unterstützung von Programm und Publikation!

9) DRA-Umwelt- und Klimaschutzprogramm: Neue Publikationen zu den Themen „atomarer Abfall“ und „nachhaltiger Verkehr“

Expert*innen für Atomsicherheit aus Russland, darunter von Umweltverbänden, Forschungsinstituten und Unternehmen der Atomindustrie, nahmen 2016 an einer vom DRA-Arbeitsbereich Klima- und Umweltschutz (Leitung: Judith Kiss) und dem Russisch-Deutschen Büro für Umweltinformation (RNEI) unterstützten Studienreise nach Deutschland, Schweden, Finnland und Frankreich teil. Ziel war es, dort Mechanismen der Bürgerbeteiligung und zivilgesellschaftlichen Kontrolle bei Entscheidungen zum Umgang mit radioaktivem Abfall kennenzulernen. Die auf der Reise gesammelten Erkenntnisse finden sich in der Broschüre „Der Umgang mit radioaktiven Abfällen in ausgewählten Staaten der EU und Russland – zivilgesellschaftliche Beteiligung“, die HIER auf Russisch und Englisch zugänglich ist. Herausgeber ist die DRA-Partnerorganisation Bellona.

Neu erschienen ist auch die von DRA und RNEI gemeinsam herausgegebene Broschüre „Nachhaltiger Verkehr in urbanen Räumen – Ansichten aus Deutschland, der Ukraine und Russland“. Expert*innen aus den drei Ländern beleuchten darin, welche nachhaltigen Verkehrskonzepte es in ihren Ländern gibt. Thematische Schwerpunkte sind Klimaschutzaspekte, der Umgang mit Kraftstoffen und Impulse aus der Gesellschaft.

10) Russisch-Deutsches Büro für Umweltinformation: Beteiligung an der Deutschen Woche in Petersburg und am Wirtschaftsforum in Krasnojarsk

Mit mehreren Aktivitäten beteiligte sich die DRA-Partnerorganisation RNEI (Russisch-Deutsches Büro für Umweltinformation) Anfang April – unterstützt durch den DRA und die Vertretung der Partnerstadt Hamburg – an der Deutschen Woche 2017 in St. Petersburg. Am 7. April wirkte die Leiterin des RNEI, Angelina Davydova, als Moderatorin und Referentin an einer Konferenz mit, die sich Praxismodellen zur ökologischen Nachhaltigkeit an Hochschulen widmete. Vorgestellt wurden Beispiele aus Berlin, Hamburg, Petersburg und Moskau. Angelina Davydova erläuterte ferner die UN-Ziele zur nachhaltigen Entwicklung (SDG/Sustainable Development Goals) und die diesbezügliche Politik Russlands. 

Am 10. April organisierte das RNEI in Kooperation mit der Vertretung Hamburgs, der Umwelt-NGO „Freunde der Ostsee“ und der internationalen Umweltinitiative 350.org eine Veranstaltung zur Klimapolitik in Städten der EU, Russlands und der Ukraine durch. Jürgen Forkel-Schubert von der Hamburger Behörde für Umwelt und Energie sprach über die Politik seiner Stadt zur Senkung von Treibhausgas-Emissionen und zur Anpassung an den Klimawandel. Die Leiterin von „Freunde der Ostsee“, Olga Senova, erläuterte die Umweltpolitik St. Petersburgs und weiterer russischer Städte, eine junge Umweltaktivistin berichtete aus Helsinki. Schließlich stellten Vertreter*innen von 350.org die Kampagne „Städte für das Leben“ vor, mit der postsowjetische Städte den jeweiligen Ökosystemen vor Ort Rechnung tragen und die Lebensqualität der Einwohner*innen verbessern wollen.

Darüber hinaus nahm Angelina Davydova am 20.-22. April am Wirtschaftsforum Krasnojarsk teil – vor jungen Umweltaktivist*innen aus zahlreichen Regionen Russlands hielt sie einen Vortrag zum Ökojournalismus in Russland und weltweit und stellte sie die Umweltarbeit von RNEI und DRA vor.

11) Kriegsfolgen überwinden in der Ukraine I: Prävention häuslicher Gewalt und soziales Unternehmertum als zivilgesellschaftliche Handlungsoption

Im Rahmen des DRA-Projekts „Kriegsfolgen gemeinsam überwinden“ (Leitung: Maria Slesazeck) starteten im April zwei neue Schulungsreihen. In der ersten von ihnen werden 20 Männer in vier Modulen zur Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit gegen kriegsbedingte häusliche Gewalt geschult. Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund eines kriegsbedingten massiven Anstiegs häuslicher Gewalt in Teilen der ukrainischen Gesellschaft. Sie richtet sich ausschließlich an Männer – vor allem ehemalige Kriegsteilnehmer und Binnenvertriebene –, da die Erfahrung in anderen Nachkriegsgebieten zeigt, dass Maßnahmen zur Gewaltprävention bei Männern deutlich wirkungsvoller sind, wenn sie von anderen Männern durchgeführt werden. Ausgangspunkt ist die Arbeit der Teilnehmer an sich selbst während der rehabilitatorischen und therapeutischen Einheiten der Ausbildung. Bei der baldigen Umsetzung von Seminaren und Infokampagnen zum Thema „häusliche Gewalt“, zu der die Schulung sie befähigt, werden sie durch das Projekt fachlich und finanziell unterstützt. Geleitet wird die Schulungsreihe von Inna Ayrapetyan gemeinsam mit Expert*innen aus dem russischen Nordkaukasus, die von dort über wertvolle Erfahrungen zu dem Thema verfügen. Weitere Details zu der Schulung finden Sie HIER.

Wie jeder militärische Konflikt geht auch der Krieg in der Ostukraine mit sozio-ökonomischen Problemen einher, die sich weiter verschärfen. So haben etwa Binnenflüchtlinge und Kriegsrückkehrer oftmals nur einen eingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt, während die humanitäre Hilfe für Binnenvertriebene bei der zum Teil ebenso armen lokalen Bevölkerung nicht selten Neid und Feindseligkeit hervorruft. Mit Blick auf diese Problemlage startete Ende April die Schulungsreihe „Soziales Unternehmertum zur Bewältigung kriegsfolgenbedingter sozioökonomischer Konflikte“ als erste der Projektkomponente „Soziales Unternehmertum in der Konfliktnachsorge“. Sie befähigt zivilgesellschaftliche Aktivist*innen dazu, eigene soziale Unternehmen zu gründen, damit Arbeitsplätze für besonders von den Kriegshandlungen betroffene soziale Gruppen zu schaffen und so mehr Handlungsoptionen in ihrem Engagement für die Minderung von Kriegsfolgen zu erreichen.

12) Kriegsfolgen überwinden in der Ukraine II: Dialogarbeit mittels Forumtheater-Methode

Ebenfalls im Projekt „Kriegsfolgen gemeinsam überwinden“ begannen am 1. April in mehreren Städten der Ukraine sechs ausgewählte Subprojekte. Sie alle setzen sich unter Anwendung der Forumtheater-Methode die Bearbeitung verschiedener gesellschaftlicher Konflikte zum Ziel, die infolge des Krieges in der Donbassregion entstanden sind. Die Durchführenden haben zuvor im Projekt bereits an der Schulungsreihe „Dialog-, Friedensarbeit und Mediation mittels Forumtheater“ teilgenommen und werden nun bei der Umsetzung ihrer Vorhaben fachlich und finanziell unterstützt.

So bringt in der Region Saporozhje das Projekt „Ich höre dich“ Binnenflüchtlinge, ehemalige und derzeitige Soldaten sowie die lokale Bevölkerung miteinander ins Gespräch. Dafür eigens erarbeitete Forumtheaterstücke kommen in Bibliotheken, Bildungszentren, aber auch in Militäreinrichtungen zur Aufführung. In Berdjansk fördern zivilgesellschaftliche Aktivist*innen mit dem Projekt „Über Rechte und Möglichkeiten durch Forumtheater aufklären“ den Dialog zwischen lokalen Meinungsführer*innen und Frauen, die aus dem Konfliktgebiet nach Berdjansk geflüchtet sind. Das Projekt „Agenten des Wandels“ nutzt die Methode im Kiewer Gebiet, um dort zum Abbau von Spannungen und Vorurteilen beizutragen, die zwischen Kindern aus dem Kriegsgebiet, Kindern der lokalen Bevölkerung und einstigen Kriegsteilnehmer*innen bestehen.

In Bakhmut (Gebiet Donezk) fördert das Projekt „Urban Theater“ den Dialog zwischen der lokalen Bevölkerung (v.a. Lehrer*innen und Studierende) und Angehörigen von Hochschulen, die die zurzeit nicht von Kiew kontrollierten Gebietsteile von Donezk und Lugansk verlassen haben. Das fünfte Projekt „Stützpunkte im Wandel“ vermittelt in Odessa zwischen Binnenvertriebenen, früheren Kriegsteilnehmern und den zuständigen Mitarbeiter*innen der Sozialdienste, aber auch zwischen letzteren und Ehrenamtlichen, die mit denselben Gruppen arbeiten. Vorgesehen sind hier außer Forumtheater-Aufführungen auch gemeinsame Schulungen für die Sozialarbeiter*innen und die Aktivist*innen. Das sechste Projekt „Wie finden wir eine gemeinsame Sprache?“ reagiert in Ivano-Frankivsk auf den Sprachkonflikt zwischen der ukrainischsprachigen örtlichen Bevölkerung und den russischsprachigen Binnenvertriebenen. Es soll Vorurteile aufdecken, die infolge des Krieges in der Ostukraine entstanden, und Begegnungen jenseits der mit dem Konflikt verbundenen Propaganda ermöglichen. Ausführlichere Informationen zu allen sechs Projekten HIER.

13) Erklärung des DRA zur Verhaftungswelle in Belarus am 24. und 25. März

Unmittelbar vor geplanten Demonstrationen wurden am 24. und 25. März in mehreren Städten von Belarus Hunderte von Menschen festgenommen, darunter zahlreiche zivilgesellschaftliche Aktivist*innen sowie Vertreter*innen der Presse. Der DRA rief die belarussische Führung umgehend dazu auf, alle Verhafteten sofort wieder auf freien Fuß zu setzen. Eine ausführliche Stellungnahme des DRA zu den Ereignissen lesen Sie HIER.

14) DRA-Website: Infos jetzt auch auf Französisch!

Umfangreiche Teile der DRA-Website stehen seit kurzem auch in französischer Sprache zur Verfügung, so die Informationen zum DRA selbst, zu den Austauschprogrammen, zu den einzelnen Projekten (nach Themen oder Ländern) und zu den Expertise-Angeboten. Unser herzlicher Dank dafür gilt unserem Praktikanten Guillaume Amouret!

15) Stellenausschreibung bis 21.5.: Projektmitarbeit (60%) Medien-Monitoring und Projektmanagement „Osteuropa und die Fußball-WM 2018 in Russland“

Der DRA sucht zum 19. Juni 2017 Verstärkung für den Ausbau seines Projektes „Fußball-Fankultur in der Offenen Gesellschaft“. Es handelt sich um eine Stelle in Teilzeit (24h/Woche). Die Stelle ist befristet bis zum 30.09.2018.

Das DRA-Projekt „Fußball-Fankultur in der Offenen Gesellschaft“ wird seit drei Jahren von Peter Liesegang und Ingo Petz unter dem Dach des DRA organisiert. Sein Ziel ist es, jungen Sport-Journalisten, aktiven Fans und Fanbetreuern von Fußball-Vereinen aus Belarus, der Ukraine und Russland die Funktionsweisen, Herausforderungen und Widersprüchlichkeiten einer demokratisch-freiheitlichen Ordnung anhand der Fußball-Fankultur in Deutschland zu vermitteln.

Aufgabenschwerpunkte sind u.a. das Monitoring von Medien in Russland, Belarus und der Ukraine rund um die Themen „Fußball-WM und Fan-Kultur“, Aufbau und Redaktion einer Projekt-Webseite, der Aufbau eines Informations-Netzwerkes in Osteuropa sowie die administrative und inhaltliche Unterstützung der Projektkoordinatoren. Erwartet werden Erfahrung in Medien und PR sowie im Projektmanagement, Fachkenntnisse zu Osteuropa, eine hohe Affinität zum Fußball und seiner Fan-Kultur, interkulturelle Kompetenzen, exzellente Deutsch- /Russisch- sowie gute Englischkenntnisse.

Weitere Details zur Ausschreibung finden Sie HIER, Informationen zu den Vorgängerprojekten HIER. Für Rückfragen steht Ingo Petz (DRAfootball2017@gmail.com) gern zur Verfügung. Bewerbungen bitte in einem PDF-Dokument an DRAfootball2017@gmail.com. Bewerbungsschluss ist der 21. Mai 2017. Die Bewerbungsgespräche erfolgen am 29./30. Mai 2017 in Berlin.

16) Praktikumsausschreibung: Projektassistenz im Bereich der politischen Jugendbildung zum 26. Juni 2017 gesucht!

Zum 26. Juni 2017 vergibt der DRA e.V. im Projekt "Mehr bewegen! – für eine starke Kinder- und Jugendbeteiligung in Osteuropa“ eine dreimonatige Praktikumsstelle in seinem Berliner Büro als Projektassistenz (40h/Woche). Bewerbungsschluss ist der 21. Mai 2017. Die Ausschreibung richtet sich ausschließlich an Studierende mit aktueller Immatrikulationsbescheinigung. Das Praktikum wird betreut und mit 400 Euro monatlich vergütet. Ein Praktikumszeugnis wird ausgestellt.

Die Aufgaben umfassen die Unterstützung bei der Organisation von Veranstaltungen zur Stärkung des Demokratie- und Pluralismus-Verständnisses bei Jugendlichen in Russland, Georgien und der Ukraine sowie zur Förderung einer solchen Wertevermittlung in der nichtstaatlichen Jugendarbeit mittels Fachaustausch mit Deutschland; Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit sowie die Kommunikation mit Projektpartnern in deutscher, russischer und englischer Sprache; Zuarbeiten zu Projektberichten und -abrechnungen, Datenbankpflege und Recherchen.

Notwendig sind u.a. Interesse an den Projektländern, Erfahrung in der Projektarbeit, sicherer Umgang mit Office-Programmen, Zuverlässigkeit, Genauigkeit, Teamfähigkeit, hohe kommunikative und soziale Kompetenz, selbstständiger Arbeitsstil, eine gültige Immatrikulationsbescheinigung und sehr gute Deutsch-, Englisch- und Russischkenntnisse. Kenntnisse der ukrainischen Sprache sind von Vorteil.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung bis zum 21.5.2017 an irina.bukharkina@austausch.org (1 PDF-Dokument). Die Bewerbungsgespräche werden voraussichtlich Ende Mai erfolgen. Weitere Details zur Ausschreibung HIER, zu den Vorgängerprojekten HIER.

17) DRA sucht Zimmer ab Juli 2017 in oder nahe Berlin für Freiwillige im Europäischen Freiwilligendienst

Der DRA sucht für den Zeitraum Juli 2017 – Juli 2018 eine Gastfamilie oder ein WG-Zimmer im Berliner Raum für eine junge russische Freiwillige im Rahmen des European Voluntary Service. Die Freiwillige wird ein Jahr unter dem Motto „ExChange through Intercultural Dialogue!“ im DRA arbeiten und für Sie sicher eine interessante Mitbewohnerin sein, bei der es an Gesprächsstoff nicht mangeln wird. Eine Aufwandsentschädigung (250 Euro/Monat) ist möglich. Ansprechpartnerin für Interessent/innen ist Philine Bickhardt (philine.bickhardt@austausch.org). Wir freuen uns über Ihr Interesse!

18) EU-Russia-Civil Society Forum hat eigenständige Organisation gegründet – geplante Loslösung des CSF-Sekretariats vom DRA bis Februar 2018

Das EU-Russia-Civil Society Forum (CSF) hat eine eigene Organisation nach deutschem Recht gegründet. Im April 2017 wurde ein entsprechender eingetragener Verein vom Amtsgericht Berlin-Charlottenburg registriert. Zuvor hatte es am 2. Februar auf der diesjährigen Generalversammlung (General Assembly) des Forums in Helsinki – nach zum Teil kontroverser Diskussion – einen entsprechenden Beschluss und am Folgetag eine Gründungsversammlung für den neuen Verein gegeben. Damit wurde die von der General Assembly 2014 in Tallinn beschlossene mittelfristige Strategie des Forums umgesetzt, die die Gründung einer eigenständigen Organisation in einem EU-Land bis 2018 enthielt. Der gewählte Vorstand des neuen CSF e.V. ist mit dem bisherigen Lenkungsausschuss identisch.

Das CSF-Sekretariat, das inklusive eines Großteils der CSF-Projektarbeit seit dem Herbst 2013 vom DRA betreut wird, verlässt den DRA nun schrittweise bis Februar 2018 – dann endet die derzeitige, vom DRA getragene Projektförderung der EU. Der DRA war sowohl Mit-Initiator des Forums – erstmals stand die Idee 2009 in einem Policy-Paper einer DRA-Arbeitsgruppe zu den EU-Russland-Beziehungen – als auch gemeinsam mit dem Europäischen Austausch Organisator der Vorbereitungsphase. Nach Gründung des CSF im März 2011 in Prag befand sich die Koordination des Forums dort. Im Sommer 2013 wurde der DRA gebeten, sie für die Aufbau- und Entwicklungsphase von Sekretariat und eigenständiger Organisation zu übernehmen. In dieser Zeit wurden wichtige Projekte wie EuropeLab, die Ausstellung Different War, Rechtsdialog (Legal Dialogue), ein Subgrant-Programm für Mitgliedsorganisationen und zahlreiche andere Formate geschaffen und entwickelt.

19) CSF-Bericht zur Lage der Zivilgesellschaft in Europa und Russland – Elena Belokurova (NRO) Koordinatorin, Debatten in St. Petersburg und Berlin (15.5.)

Wie steht es aktuell um die Zivilgesellschaft in Europa? Zu dieser Frage veranstaltete das Zentrum für Deutschland- und Europastudien (ZDES, St. Petersburg) gemeinsam mit dem NRO/DRA St. Petersburg und dem Zivilgesellschaftsforum EU-Russland (CSF) am 21. April eine international besetzte öffentliche Diskussion mit dem Titel „NGOs in Europa zwischen Bedrohungen und Hoffnungen: verschiedene Länder – ähnliche Probleme?“ Beteiligt waren die Hochschulexpert*innen Pamala Wiepking (Rotterdam), Simone Poledrini (Perugia), Ieva Petronytė (Vilnius), Ulla Pape (Bremen) und Andrey Demidov (Amsterdam). Sie alle gehören zu den Autor*innen des vom CSF erstmals herausgegebenen und künftig jährlichen Berichts zur Lage der Zivilgesellschaft in Europa und Russland. Der Bericht wurde von Elena Belokurova (NRO St. Petersburg/ZDES, Inhalt/Redaktion) und Kristina Smolijaninovaite und Polina Baigarova (CSF, Projektmanagement) koordiniert.

Die Expert*innen schilderten die Lage und Herausforderungen von NGOs in ihrem jeweiligen Land und welche Antworten darauf sie entwickeln. Als größte gemeinsame Schwierigkeit der NGOs erwies sich die Suche nach Finanzquellen – Hoffnungen richten sich aktuell vor allem auf das Crowdfunding, das Einwerben privater Spenden und das soziale Unternehmertum (vgl. auch oben). Für einige ostmitteleuropäische Länder wie Polen und Ungarn wurde ein wachsender staatlicher Druck auf die Zivilgesellschaft konstatiert. Gemeinsame Herausforderungen sind das Erstarken populistischer und rechtsradikaler Kräfte und insgesamt die Verschärfung gesellschaftlicher Konflikte. Viele NGOs halten es daher für notwendig, ihre Strategien und vielleicht sogar ihr Selbstbild auf den Prüfstand zu stellen – aber auch, weiter miteinander zu kooperieren und Koalitionen zugunsten gemeinsamer Ziele zu suchen.

Eine weitere Diskussion gibt es zu dieser Frage, diesmal zu Russland, am 15. Mai in Berlin, 18 Uhr, im Mauermuseum am Checkpoint Charlie unter dem Titel „Russland 2017: (De)Aktivierung des Spielraums für zivilgesellschaftliches Engagement?" Es sprechen Elena Belokurova, DRA St. Petersburg/CSF-Vorstandsmitglied, Elena Bobrovskaya, Interra, Krasnojarsk, Alexei Kozlov, Solidarität mit der Bürgerbewegung in Russland/CSF-Vorstandsmitglied, Berlin, sowie Elena Shakhova, Bürgerkontrolle St. Petersburg, und Anastasia Zotova, Bewegung "Für die Menschenrechte", Moskau. Näheres siehe HIER.

20) Dritte Ausgabe des Online-Journals Legal Dialogue erschienen – Beiträge über Rechtsfragen u.a. zu Migration, Whistleblowern, Strafverfolgung

Mit zahlreichen aufschlussreichen Themen hat das 2016 geschaffene Online-Journal „EU-Russia Legal Dialogue“ (Rechtsdialog) des CSF seine 3. Ausgabe veröffentlicht (siehe HIER). Das Spektrum der Beiträge reicht von Italien über Polen bis Russland und der besetzten Krim, es vergleicht u.a. die Rechtslage für Asylbewerber in Bezug auf Gesundheitsdienstleistungen, es berichtet über aktuelle Restriktionen in Ungarn und Russland, über den Stand der Homo-Ehe in der EU, fragt nach den notwendigen Rahmen für sog. Whistleblower, die anonym Kenntnisse über Straftaten weitergeben. Konzept und Koordination des Journals liegt in den Händen von Polina Baigarova, die auch das Programm EU-Russia-Legal Dialogue leitet, die Redaktion hatte Nikolai Klimeniouk. Das Journal ist regelmäßig auf der Suche nach Autoren und interessanten Artikeln mit Bezug zu juristisch und zivilgesellschaftlich relevanten Fragen (Kontakt: Polina.Baigarova@eu-russia-csf.org). Programm und Journal wurden in ihrer Entstehung vom DRA unterstützt und werden vom Auswärtigen Amt finanziell gefördert.