Leitbild: Die Wertegrundlage unserer Arbeit

Der DRA e.V. setzt sich seit 1992 gemeinsam mit seinen internationalen Partnern für einen offenen und friedlichen Dialog zwischen Deutschland und den Ländern Osteuropas ein.

 

Für eine Europäische Zivilgesellschaft

Der deutsch-russische Dialog, für den wir uns einsetzen, ist ein wichtiger Baustein beim Entstehen einer europäischen Zivilgesellschaft, die auch die Gesellschaften jenseits der Grenzen der Europäischen Union einschließt. Europa ist mehr als die EU. Wir wollen deshalb die Außengrenzen der Europäischen Union durchlässiger machen. Jeder „Festungsmentalität", egal auf welcher Seite, treten wir entgegen.

Für den Dialog der Menschen und Gesellschaften

Begegnung, Dialog und gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen den Menschen in Deutschland, Russland und den anderen Ländern Europas sind die Mittel, auf die wir setzen. Ausgangspunkt unserer Arbeit sind die Menschen und ihre Bereitschaft zum Engagement. Offizielle Beziehungen sind wichtig. Wirkliche und nachhaltige Veränderungen beginnen aber als demokratischer Prozess bei und mit den Menschen selbst.

Lernen mit- und voreinander

Intensive Kontakte, gemeinsames Arbeiten und pluralistischer Meinungsaustausch ermöglichen das Lernen mit- und voneinander, die deutsch-russisch-europäische Verständigung und dauerhafte Beziehungen nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit. Wir verändern uns in diesem Prozess ebenso wie unsere Partner. Kritik und Selbstkritik gehören zusammen. Dieser Lernprozess ist selbst Ziel unserer Arbeit und niemals abgeschlossen.

Für ein unverstelltes, geschichtsbewusstes Bild voreinander

Der DRA arbeitet für ein von Klischees und medialen Zuspitzungen befreites Bild vom jeweils anderen wie sich selbst. Viele dieser Verzerrungen haben - in Russland wie in Deutschland und anderen europäischen Ländern - ihre fortwirkenden Gründe in der Geschichte. Sie behindern Zusammenarbeit auch auf anderen Gebieten. Geschichtsbewusstsein und -aufarbeitung (insbesondere des deutschen Vernichtungskrieges und der Diktaturen in beiden Ländern im 20. Jahrhundert) sind deshalb ebenso wichtig wie die differenzierte Kenntnis der gesellschaftlichen Situation heute. Der Dialog der Erinnerungen dient der Europäisierung des Gedächtnisses.

Für bürgerschaftliche Beteiligung als Normalfall

Die friedliche Einmischung in die inneren Verhältnisse des eigenen wie des jeweils anderen Landes ist der Normalfall zivilgesellschaftlicher zwischenstaatlicher Beziehungen. Der DRA engagiert sich deshalb in allen Fragen der bürgerlichen, politischen, sozialen und kulturellen Freiheiten und Rechte und tritt für sie nicht nur im eigenen Land ein. Unabhängige Medien, pluralistische Gesellschaften und demokratische Institutionen sind für den DRA überall unerlässliche Orientierungen.

Information, Bildung, Vernetzung als Instrumente

Dialog, Lernen, gesellschaftliche Veränderung: Unsere Arbeit für die Umsetzung dieser Ziele umfasst die Bereiche Soziales und Umweltschutz, Medien, Demokratie und Menschenrechte, europäische Integration und Erinnerung, Konfliktbewältigung und Antidiskriminierung, Generationendialog und Unterstützung benachteiligter Gruppen. Unsere Instrumente sind dabei zivilgesellschaftliche Kooperation und Nichtregierungsdiplomatie, länder- und sektorenübergreifende Vernetzung, Bildungs- und Austauschprojekte, die Beratung von Stiftungen, politischen Akteuren und anderen Multiplikatoren sowie die Beteiligung an öffentlichen Debatten. 

Mitglieder und Förderer als Basis

Die ideelle Beteiligung und finanzielle Unterstützung unserer Förderer und Mitglieder ist das Fundament der Organisation. Unsere Arbeit ist ausschließlich durch Spenden und projektgebundene Zuwendungen finanziert -- die Voraussetzung unserer Unabhängigkeit.