DRA Newsletter Juni 2013


Liebe Leserinnen und Leser des DRA-Newsletters,

hiermit informieren wir Sie über die internationale Projektarbeit sowie aktuelle Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Ausschreibungen des DRA/Berlin (www.austausch.org) sowie in einer Auswahl über die Aktivitäten unserer Partnerorganisation DRA/St. Petersburg (www.obmen.org)

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Inhalt

1) Brechung des Lichts – Zur Totalüberwachung durch die Geheimdienste

Ausgerechnet „Prism“, Prisma, heißt das monströse Internet-Überwachungsprogramm der USA, das der Whistleblower Edward Snowden zu unser aller Nutzen publik gemacht hat: wie die kantigen Glaskörper, die diffuses weißes Licht in das verborgene Farbspektrum aufspalten.

Auf Totalerfassung des Internets zielen auch die Briten (die ihr Programm kaum weniger feinsinnig „Tempora“ – „Zeiten“ nennen) und offenbar der deutsche Bundesnachrichtendienst. Es ist bezeichnend, dass auch der russische Präsident sogleich die Kontrolle des Internets für normal und notwendig erklärte, auch wenn Edinaja-Rossija-Politiker und staatliche Medien den Fall Snowden und dessen Flucht über Moskau gern zu abfälligen Anmerkungen gegen den alten Widerpart USA genutzt haben.

Denn genau so sehen es wohl viele Geheimdienstler und Sicherheitspolitiker: Wenn sie nur einfach alles Diffuse filtern, wird jegliche Lebensbewegung erkennbar, die sie interessiert. An den größten Gefahren für unsere Gesellschaften jagen sie freilich vorbei: Sie verhindern und bewältigen weder konventionell vorbereitete Terroranschläge noch Hungersnöte, interkulturelle Konflikte, Verteilungskämpfe aller Art, wachsende Klimaschäden, gar die gewaltsame Unterdrückung von Bürgerprotesten und blutige Kriege, an denen sie unmittelbar beteiligt sind.

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2) DRA bringt deutsche Unternehmensvorstände und russische Zivilgesellschaft zusammen

Für den Verein „Baden-Badener Unternehmergespräche“ (BBUG), der Unternehmer und leitende Manager bundesweit verbindet, organisierten der DRA/Bln. und DRA/SPb. zum dritten Mal nach 2011 und 2012 ein Begegnungsprogramm zu Situation und Arbeitsweisen der russischen Zivilgesellschaft. An den Treffen mit Vertreter/innen von NGOs, Wissenschaft, Medien und Politik, die Ende Mai in Petersburg stattfanden, nahmen diesmal rund 40 Topmanager_innen teil, darunter amtierende und frühere Vorstände von Lufthansa, Daimler, Allianz, Dürr, Merck, mehrerer Banken und Energiekonzerne und zahlreicher Mittelständler, sowie ihre Ehepartner_innen. Das Programm bot ihnen die Wahl zwischen vier Themenschwerpunkten. Zum Bereich „Gemeinnützige Organisationen und Menschenrechte“ trafen sie Mitarbeiter_innen der NGO „Bürgerkontrolle“, des Zentrums für die Entwicklung von Non-Profit-Organisationen (CRNO), des Zentrums für unabhängige soziologische Forschungen (CISR) sowie der LGBT-Organisationen „Vychod“ („Coming Out“) und „Bok-o-bok“ („Seite an Seite“). Diskutiert wurden hier u.a. die Folgen von kürzlich erlassenen Gesetzen wie dem über NGOs als ausländische Agenten und jenen, die die Rechte sexueller Minderheiten verletzen. Das mutige Engagement gerade auch der jungen LGBT-Vertreterinnen fand viel Achtung – nur Tage später wurden beide NGOs tatsächlich zu hohen Geldstrafen verurteilt, da sie sich als angebliche „ausländische Agenten“ nicht selbst registriert hatten. Ein anderer Teil der Gäste erfuhr von Mitarbeiter_innen der Behindertenhilfsorganisation „Perspektivy“ Näheres zur Sozialarbeit in Russland und besuchte anschließend die Europäische Universität, die bedeutendste privatrechtliche Lehreinrichtung in St. Petersburg, zu einem Vortrag des Politikwissenschaftlers Vladimir Gelman über die Hochschulbildung in der UdSSR und Russland und einer Diskussion zur aktuellen politischen Lage im Land. Mit ökologischen Fragestellungen – bezogen auf Petersburg wie auch auf Russland insgesamt – befasste sich die dritte Gruppe im Dialog mit der Umweltschutzorganisation „Bellona“ und den Stadtentwicklungsexperten Oleg Patschenkov und Danijar Jussupov. Das Thema „Politik und Medien“ wurde in Zusammenkünften mit dem Abgeordneten des Stadtparlaments Boris Vischnevskij sowie dem Chefredakteur der Zeitung „Delovoj Peterburg“ („Business-Petersburg“), Maxim Vasjukov, beleuchtet, nicht zuletzt anhand aktueller Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Stadions in Petersburg.

3) RNEI-Seminar zu Bürgerpartizipation an Stadt- und Landschaftsplanung

Das Russisch-Deutsche Büro für Umweltinformation (RNEI) veranstaltete vom 5.-7. Juni gemeinsam mit der unabhängigen russischen Jugendumweltorganisation „Friends of the Baltic“ das Seminar „Stärkung der ökologischen Nachhaltigkeit: die Rolle von Bürgerinitiativen bei der Stadtplanung und der Umnutzung von Gewerbeflächen“. Rund 20 Aktivist_innen aus Petersburg und dem Leningrader Gebiet nahmen an der Veranstaltung teil. Zum Auftakt ließen sie sich in der Russischen Geografischen Gesellschaft von Schul- und Hochschullehrern über moderne Methoden der Umwelterziehung und über den Beitrag jugendlicher Forscher zum Naturschutz informieren. Weitere Referate steuerten Vertreter des WWF und der unabhängigen Forschungsvereinigung „Baltic Fund for Nature“ bei. In der Stadt Lomonossov (Leningrader Gebiet) diskutierten die Seminarteilnehmer_innen tags darauf mit Anwohnern, Vertretern der örtlichen Verwaltung und Fachleuten für Raumplanung über Naturschutzprobleme am Südufer des Finnischen Meerbusens. Dabei wurden Empfehlungen erarbeitet, mit denen Aktivisten aus der Region demnächst an die zuständigen lokalen Behörden herantreten werden. Projekte zur Umwandlung von Gewerbegebieten standen am letzten Seminartag im Mittelpunkt. Die Experten für Stadtentwicklung und Zivilgesellschaft, Dmitri Vorobjov und Danijar Jussupov, diskutierten mit den Teilnehmer_innen über Zustand und künftige Entwicklung der Gewerbeflächen im Leningrader Gebiet. Um eine gesellschaftliche Bewegung für deren nachhaltige Umnutzung in Gang zu setzen, müsse man, so meinten die Anwesenden übereinstimmend, bei der Bevölkerung zunächst das derzeit kaum erkennbare Interesse an einer Mitplanung der eigenen Umwelt wecken. Zur gleichen Problematik wird das RNEI Ende Juli in Perm ein weiteres dreitägiges Seminar durchführen (nähere Informationen dazu demnächst unter www.rnei.de bzw. www.rnei.ru. Die Arbeit des RNEI wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und dem Diakonischen Werk der EKD (Programm „Brot für die Welt“) gefördert.

4) Berliner Jugendhilfe-Fachkräfte besuchten Ischevsk

In der Woche vom 2.-9. Juni fand erneut der Fachkräfteaustausch zur Jugendhilfe zwischen Berlin und der russischen Teilrepublik Udmurtien statt, den der DRA alljährlich mit seinem Projektpartner, dem dortigen Ministerium für Jugendangelegenheiten, durchführt. Dazu fuhr eine von Holger Löbell (DRA, Projektkoordinator) geleitete Gruppe von vier Berliner Expertinnen in die udmurtische Hauptstadt Ischevsk. Von ihnen hatte Ursula Röhr, Leiterin des Projekts „Arbeit statt Strafe“ (Träger: „Mittendrin in Hellersdorf e.V.“), das Fortbildungsangebot 2012 schon einmal wahrgenommen, während Ursula Gobes, Geschäftsführerin von „Mittendrin in Hellersdorf e.V.“, Claudia Mohr, Geschäftsführerin des Trägers „Starke Familie e.V.“, sowie Siglinde Spitzer, Leiterin der Integrations-Kita der „Spastikerhilfe Berlin eG“, erstmals an einem Fachaustausch mit Russland teilnahmen. In Ischevsk besuchte die Fachgruppe verschiedene Einrichtungen der Jugendhilfe, darunter ein Heim für Behinderte sowie ein Waisenhaus, in dem überwiegend Sozialwaisen leben. Der Gegenbesuch der Delegation aus Ischevsk in Berlin ist für Ende Oktober geplant. Dabei ist unter anderem vorgesehen, den russischen Gästen – anhand des Kinder- und Jugendhilfegesetzes und teilweise aufbauend auf der Begegnung des Vorjahrs – die Arbeit der freien Träger in Deutschland näher zu erläutern. Der Fachkräfteaustausch wird von der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch gefördert und vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin unterstützt.

5) NGO-Nachwuchskräfteaustausch EU – Russland erfolgreich abgeschlossen

Für sechs junge Mitarbeiterinnen von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aus Russland bzw. der EU endete bis Mitte Juni eine mehrwöchige Mitwirkung in einer Partnerorganisation der jeweils anderen Region. Ermöglicht wurde ihnen dieser Aufenthalt im Ausland durch das Youth Exchange Programme des Zivilgesellschaftsforums EU-Russland (EU-Russia Civil Society Forum, CSF. Ziel war eine Stärkung der internationalen zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit. An dem Programm beteiligten sich insgesamt zwölf CSF-Mitgliedsorganisationen in Italien, Polen, Deutschland und Russland. Die sechs Nachwuchskräfte brachten jeweils ein neues gemeinsames Projekt ihrer Entsende- und Aufnahmeorganisation auf den Weg. Die Ergebnisse der sechs internationalen Kooperationen zu den Arbeitsthemen Ökologie, Informationsfreiheit und bürgerschaftliches Engagement werden von zwei der Programmteilnehmerinnen auf der 4. Generalversammlung des CSF präsentiert werden, die im Oktober in Den Haag stattfindet. Berichte der Teilnehmerinnen sind schon jetzt HIER nachzulesen. Das Youth Exchange Programme des CSF wurde von der EU-Kommission sowie von der Robert Bosch Stiftung gefördert.

6) „Pilorama Laboratorium 2013“ in Perm36 kann nicht stattfinden

Das 2. Europäische Forum für junge Fachkräfte „Pilorama Laboratorium“, das vom 24.-28. Juli im russischen Perm stattfinden sollte, kann nicht in der geplanten Form durchgeführt werden. Das Kulturministerium der Region Perm hat vor wenigen Tagen unter Verweis auf formale Schwierigkeiten mit den abgeschlossenen Förderverträgen seinen Finanzierungsbeitrag für das Forum und damit rund die Hälfte des benötigten Budgets zurückgezogen. In mehreren Gesprächsrunden mit der Behörde war in den vergangenen Wochen vergeblich noch nach einer Lösung gesucht worden. Mit den verbleibenden Mitteln der weiteren Förderer, der EU und der Robert Bosch Stiftung, können die Veranstalter – das Institut für Bürgerschaftliches Engagement (IGA), Perm, MitOst e.V., Berlin und der DRA Berlin – das Forum nicht in der angestrebt qualitätsvollen Weise verwirklichen. Dies ist besonders schade, da die Einladung zum Pilorama Laboratorium mit seinen interdisziplinären Workshops nach dem gelungenen Auftakt 2012 große Resonanz gefunden hatte und fast 170 Bewerbungen aus rund 30 Ländern und zahlreichen Sektoren und Branchen eingegangen waren. „Pilorama Laboratorium“ wird nun lediglich mit zwei Podiumsdiskussionen unter der Schirmherrschaft des EU-Russia-Civil Society Forums (CSF) und zu den Themen „Europa in der Krise“ sowie „Bürgerjournalismus“ an dem russischen Zivilgesellschaftsforum „Pilorama“ teilnehmen, das voraussichtlich vom 26.-28. Juli auf dem Gelände des GULag-Gedenkmuseums Perm36 stattfinden wird www.pilorama.perm36.ru. Für 2014 haben die Organisatoren von „Pilorama Lab“ sich vorgenommen, erneut ein Forum in diesem Format vorzubereiten – nach Möglichkeit in Perm, ggfs. aber auch an einem anderen Ort, mit einer verlässlichen Finanzierung. Dann werden hoffentlich möglichst viele der diesjährigen Bewerber/innen teilnehmen können. Für deren Interesse danken wir an dieser Stelle sehr herzlich und drücken ihnen gegenüber zugleich unser Bedauern aus.

7) Berlin-Moskau: Fachaustausch zur Sozialarbeit und Jugendbegegnung mit Technikschwerpunkt

Eine vom DRA im Auftrag des Berliner Senats organisierte Delegationsreise führte vom 21.-25. Mai eine Gruppe von Mitarbeiter/innen des Sozialpädagogischen Fortbildungsinstituts Berlin-Brandenburg (SFBB), der Evangelischen Hochschule Berlin und der Alice-Salomon-Hochschule (Berlin) nach Moskau. Ziel war ein Fachaustausch über die Aus- und Weiterbildung sowie die Arbeitspraxis in den Bereichen Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Im seit neuestem auch für die Jugendpolitik zuständigen Kulturdepartement der Stadt Moskau erläuterte der Leiter dieses Bereichs, Vladimir Filippov, den Gästen die Tätigkeit seines Ressorts. Zugleich unterstrich er das Interesse an einer weiteren Kooperation mit der Partnerstadt Berlin in Fragen der Jugendpolitik. Im Institut für internationale sozial- und geisteswissenschaftliche Beziehungen (IMSGS) erläuterten dessen Leiter Prof. Vladimir Zhurko sowie Prof. Marion Hundt (Ev. Hochschule Berlin) und Anke Giesen (SFBB) Prinzipien der Aus- und Weiterbildung im Fach Sozialarbeit an ihren Hochschulen. Einblicke in die Praxis ermöglichten Besuche im Moskauer Multifunktionalen Jugendzentrum, dem Freizeitzentrum „Rossija“ für Jugendliche mit Behinderungen und bei der gemeinnützigen Organisation «Maria+», die vor allem sozial benachteiligte Familien unterstützt. Eine ebenfalls vom DRA organisierte Reise führte ferner am 10.-12. Juni Michael Räßler-Wolff, den Verwaltungsleiter der Technischen Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft tjfbg, in die russische Hauptstadt. Der Jugendbildungsträger tjfbg plant für den Oktober 2013 in Berlin das Begegnungsprojekt „Wir bauen eine Brücke zur Welt“, bei der je 15 Jugendliche aus Berlin und Moskau gemeinsam einen oder mehrere Kurzwellen-Weltempfänger bauen werden. Vorgesehen ist im Rahmen des Workshops zugleich die Auseinandersetzung mit Themen wie Informationsfreiheit, demokratische Teilhabe, freier Meinungsaustausch. Als russische Partner wurden dafür im Rahmen des Moskauaufenthalts das Jugendhaus für wissenschaftliche Kreativität auf den Sperlingsbergen (Filiale des Städtischen Palastes für Kinder und Jugendliche) und der Palast für Kinder- und Schülerkreativität „Intellekt“ gewonnen.

8) Jetzt bewerben: Freiwilligendienst in St. Petersburg!

Für einen zehnmonatigen Freiwilligendienst in St. Petersburg ab September 2013 sucht der DRA noch Freiwillige. Die Einsatzstellen sind der DRA/SPb. und die Wohltätigkeitsorganisation „Detskij Kovtscheg“ („Kinderarche“). Gefördert werden die Freiwilligenaufenthalte von dem Programm „Jugend in Aktion“ der Europäischen Kommission. Bewerber/innen sollten zwischen 18 und 30 Jahre alt und aufgeschlossen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sein sowie über gute Kenntnisse der russischen Sprache verfügen.

9) DRA/SPb.: Wichtiger Abschnitt des Toleranz-Projekts „ANTISTAMP“ abgeschlossen

Eine Zwischenbilanz seines 2012 begonnenen antirassistischen Projekts „ANTISTAMP“ („Gegen Klischees“) hat der DRA St. Petersburg gezogen. Inhaltliche Schwerpunkte waren bisher Fortbildungsangebote, mit denen Freiwillige aus verschiedenen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Initiativgruppen zur Leitung von Antidiskriminierungsworkshops ausgebildet wurden, sowie Seminare und Trainings zur Bekämpfung rassistischer Klischees und zur Förderung von Toleranz, interkulturellem Respekt und gewaltfreier Kommunikation an Schulen der Stadt. Dabei wurden die Jugendlichen (jeweils auf altersgemäße Weise) dazu motiviert, eigenständig Fällen von Diskriminierung oder Ausgrenzung in ihrer Klasse oder an ihrer Schule nachzugehen und für ein tolerantes Miteinander Verantwortung zu übernehmen. Im Rahmen des Projekts übernahmen Schüler/innen auch die Aufgabe, Altersgenoss_innen fachkundig durch eine Anne-Frank-Ausstellung zu führen. Der DRA/SPb. wirkte mit „ANITSTAMP“ ferner an Aktionen des internationalen antirassistischen Netzwerks UNITED mit. Außerdem veranstaltete er mit großem Erfolg zwei Mal eine so genannte „Lebende Bibliothek“, bei der Vertreter_innen verschiedener gesellschaftlicher Minderheiten sich den Gästen der Veranstaltung als „Bücher“ zur „Lektüre“ – d.h. zu einem intensiven Gedankenaustausch – zur Verfügung stellten. „ANTISTAMP“ wurde vom Niederländischen Konsulat in St. Petersburg aus dem Programm MATRA und teilweise auch aus russischen Staatsmitteln über den Sozialpolitischen Ausschuss der Stadt Petersburg unterstützt. Derzeit sucht der DRA nach neuen Fördermöglichkeiten, um das Projekt fortzuführen. Dabei sollen künftig noch mehr Schulen einbezogen und weitere Methoden der antirassistischen Arbeit erprobt werden.

11) Deutsch-Russische Herbstgespräche 2013 zu Migrationsfragen

Dem Thema „Zuwanderer, Emigranten, Gastarbeiter“ widmen sich die 18. Deutsch-Russischen Herbstgespräche, die der DRA in Kooperation mit der Evangelischen Akademie zu Berlin am 14.-15. November 2013 in der Französischen Friedrichstadtkirche am Berliner Gendarmenmarkt veranstaltet. Auf dem Programm stehen Analysen und Diskussionen zu den drängendsten Herausforderungen der Migrationspolitik und zur Integration bzw. Inklusion von Migrant_innen in Russland und Deutschland. Von Interesse sind dabei u.a. die Lage der Millionen Zuwanderer aus Zentralasien, dem Kaukasus und dem Fernen Osten, die in den letzten Jahren nach Russland bzw. in westlicher gelegene Landesteile geströmt sind, sowie die deutschen Erfahrungen mit Familiennachzug sowie Arbeitsmarkt-, Sprach- und Bildungsintegration. Zu der Veranstaltung lädt der DRA alle Interessierten herzlich ein. Das Programm und das Anmeldeformular werden ab September auf den Internetseiten der Evangelischen Akademie zu Berlin abzurufen sein. Die diesjährigen Herbstgespräche werden von der Heinrich-Böll-Stiftung und der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

12) CSF-Praktikumsplatz im Berliner DRA-Büro zu besetzen

Für die Zeit vom 22. 7.-20.12.2013 vergibt der DRA Berlin ein Praktikum im Bereich der DRA-Mitarbeit beim Zivilgesellschaftsforum EU-Russland (EU-Russia Civil Society Forum, CSF. Der/die Praktikant/in unterstützt die Projektleitung beim Management der CSF-Projekte „Jugendaustausch“ und „Visa-Expertengruppe“, bei der Vorbereitung der nächsten CSF-Generalversammlung (Oktober, Den Haag) und bei der Pflege der Website und des CSF-Auftritts in Social Media. Dazu kommen Recherchen und Übersetzungen (Englisch-Russisch und umgekehrt). Voraussetzungen sind ein Interesse an den Beziehungen zwischen der EU und Russland und an der internationalen NGO-Arbeit, gute Englisch- und Russischkenntnisse in Wort und Schrift, gute EDV-Kenntnisse (v.a. Microsoft Office: Word, Excel, Power Point), Organisationstalent, Verantwortungsbewusstsein und Bereitschaft zum Engagement. Kenntnisse von TYPO3 Open Source CMS sind von Vorteil. Die Wochenarbeitszeit beträgt 20 Stunden (flexible Einteilung nach Absprache). Geboten werden eine intensive Betreuung, interessante Einblicke in die internationale NGO-Arbeit und eine Vergütung von monatlich 200 Euro.

13) Fit in Sozialwirtschaft – Bildungsangebot für NGO-Nachwuchskräfte

Eine fünftägige Fortbildungsveranstaltung für motivierte junge Mitarbeiter_innen von NGOs (Nichtregierungsorganisationen) aus zwölf europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, veranstaltet vom 6.-11. August im litauischen Vilnius die dortige unabhängige Assoziation „Youth Initiative Group“ . Behandelt werden Fragen der Sozialwirtschaft und des Sozialunternehmertums am Beispiel der konkreten NGO-Arbeit. Das Seminar mit dem Titel „Y.E.S. (Youth Encouraged Strategies) for Social Entrepreneurship” wird durch das EU-Programm „Jugend in Aktion“ gefördert. An der Teilnahme Interessierte können sich noch bis zum 30. Juni bewerben. Die Arbeitssprache ist Englisch. Nähere Auskünfte erteilt die Projektkoordinatorin Jevgenija Avedenij (j.avedenij@yahoo.com, Tel. +370 676 39-097). Bewerbungen aus Deutschland sind bitte an Roman Elsner (DRA) zu richten (Roman.Elsner@austausch.org, Tel. 030/446680-25).