Sozioökonomische und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen: Ein Beitrag zur Stabilisierung der Krisenregion Nordkaukasus

 

Im Herbst 2019 startete eine neue zweijährige Phase des erfolgreichen DRA-Bildungsprojektes im russischen Nordkaukasus. Neben der Arbeit im Bereich Berufsbildung und Existenzgründung wird der Bereich der interethnischen Jugendarbeitet sowie der gezielten Frauenförderung gestärkt. Die Projektlinie läuft bereits seit 2007.

Durch ökonomische Perspektiven zu sozialer Stabilität

„Wie gründe ich ein Unternehmen?“ – „Wettbewerb um den besten Businessplan“, oder: „Business-Lady und Mutter“. Diese und andere Schlagworte bestimmen die weitere Projektarbeit in Tschetschenien und Inguschetien von 2019 bis 2021. In Zusammenarbeit mit unseren regionalen Partnern fördern wir Existenzgründungen, die berufliche Orientierung von Schüler/innen und Schulabgänger/innen sowie die Partizipation von Frauen am Arbeitsmarkt. Ferner möchten wir einen Beitrag zur Errichtung des Co-Working-Zentrums in der tschetschenischen Hauptstadt Grozny leisten.

Jugendarbeit als Beitrag zur Konfliktprävention und interethnischer Aussöhnung

Neben der ökonomisch orientierten Förderung wird ein umfangreiches Programm der Jugendarbeit ins Werk gesetzt. Dazu zählen Veranstaltungen zur Förderung von Freiwilligenengagement zu sozialen und ökologischen Themen, ein Schulungsprogramm für Multiplikator/innen für die Jugendarbeit im Bereich Toleranz- und Antidiskriminierungstraining sowie eine Studienreise ausgewählter Akteur/innen der Jugendarbeit nach Deutschland.

Hintergrund: Der russische Kaukasus zwischen Konflikt und Stabilisierung

Der russische Nordkaukasus blickt auf eine lange und schmerzhafte Geschichte von Konflikten aber auch ökonomischer Armut zurück. Massenhafte Deportationen in der Stalinzeit, zwei Tschetschenienkriege in der jüngeren Vergangenheit sowie eine weiterhin latent angespannte Sicherheitslage haben tiefe Spuren in der Region hinterlassen. Viele Menschen leiden unter einem Mangel wirtschaftlicher Perspektiven und dementsprechend an einem Fehlen sozialer Anerkennung. Folgen sind oftmals Frustration, bisweilen auch die Flucht in ethnischen oder religiösen Fundamentalismus. Die Projektarbeit der Jahre 2019 bis 2021 soll einen Beitrag dazu leisten, das große positive Potenzial der Region und ihrer jungen Bevölkerung zielgerichtet zu fördern.

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Wir danken unserer Förderern

 

 

 

Projektmitarbeit

 
Roman Elsner - Projektleiter (DRA, Berlin)

Jacob Riemer - Projektkoordinator (DRA, Berlin)
jacob.riemer@austausch.org