Publikationen zu Umwelt- und Klimaschutz in Deutschland und Osteuropa

 

 

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Februar 2018

  • Die Leiterin des Russisch-Deutschen Büros für Umweltinformation Angelina Davydova berichtet von den Trends des Weltwirtschaftsforums in Davos:  Vor dem Forum wurden von den Analysten des Weltwirtschaftsforums die Ergebnisse der jährlichen Umfrage über die Einschätzung der globalen Risiken veröffentlicht. An der Umfrage nahmen rund 1000 Experten und Führungskräfte teil. Unter allen Bedrohungen halten sie die Umweltrisiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel (Extremwetterlagen und Naturkatastrophen) für die wahrscheinlichsten. Diese Risiken liegen auf Platz 2 und 3 in der Top-10 der potentiellen Bedrohungen. Im Jahre 2017 betrugen die Schäden durch Extremwetterlagen etwa $330 Mrd. Wie das Weltressourceninstitut feststellt, schenken die Finanziers den „physischen" Risiken mehr Aufmerksamkeit denn je: Umweltbedrohungen können zu Produktions- und Lieferkettenausfällen sowie zu Ausfällen in der Energieversorgung führen.In Davos wurde auch die PwC- und WEF-Studie über die Möglichkeiten der Nutzung künstlicher Intelligenz zur Lösung von Umweltproblemen vorgestellt. Es geht um „intelligente“ Systeme zum Transport und zur Lagerung von Lebensmitteln, zur Optimierung des Energieverbrauchs. Mehr dazu unter dem Link

Januar 2018

  • Große Perspektiven für die Windenergie in der Ukriane: Die Ukraine wurde im Interview  mit Peter O'Brien, Leiter der Eurocape New Energy Ukraine, als potentiellen Marktführer im Bereich der erneuerbaren Energiequellen bezeichnet.  Er hat dazu die folgenden Tatsachen genannt: 1) Die Ukraine verfügt über eine hervorragende Energiequelle, nämlich die Windenenergie; 2) in 20 Jahren werden die Windturbinen im ganzen Land - von der Grenze zu Russland bis nach Moldawien - stehen. Für ausführlichere Information kann man diesem Link folgen.
  • Präsident Poroschenko hat in Davos den Fahrplan für einen möglichen Betritt der Ukraine zur europäischen Energieunion besprochen. Während des internationalen Wirtschaftsforums traf sich Petro Poroschenko mit Maroš Šefčovič, dem EU-Kommisar für die Energieunion. Während des Treffens war unter anderem davon die Rede, dass die EU bereit sei, 100 Million Euro für die Verbesserung der ukrainischen Energieeffizienzstiftung auszugeben. Weiterhin haben beide Seiten den weiteren Weg der Integration des Energiemarktes der Ukraine in den Energiemarkt der EU sowie mögliche Schritte zum Beitritt der Ukraine zur Energieunion der EU besprochen. Der Präsident betonte, dass die Ukraine willens sei, den Energiesektor gemäß den Verpflichtungen aus dem Energiecharta-Vertrag und aus der Assoziierungsvereinbarung weiter zu reformieren. Präsident Poroschenko dankte der EU und dem EU-Kommissar persönlich für die Unterstützung der Ukraine auf dem Weg der Reformen im  Energiebereich und bei der Stärkung der energetischen Unabhängigkeit. Mehr dazu unter dem Link  (Ukrainisch).

  • Die Yale Universität hat ihre jährliche Edition des Environmental Performance Index (EPI) veröffentlicht. Laut diesem Index, der die Umweltbilanz von 180 Staaten untersucht,  liegt die Ukraine auf Platz 109, Russland auf Platz 52 und Belarus auf  Platz 44 von 180.  Die Ukraine hat ihre schlechtesten Werte in den Bereichen Luftqualität und Luftverschmutzung (Plätze 105 und 122)  Biodiversität  (Platz 140), und Klimapolitik und Energie (Platz 143). In Russland, wo das Jahr 2017 als Jahr der Umwelt begangen wurde,  sind die schlechtesten Werte bei der Biodiversität (Platz 114), den Fischereien (Platz 130) und der Aufforstung (Platz 96). Im benachbarten Belarus liegt die Biodiversität auf Platz 44, die Landwirtschaft auf Platz 101 und die Aufforstung auf Platz 88.

Oktober 2017

  • Interview mit Alexandr Karpov, Direktor des Expertisezentrums EKOM, über Bürgerbeteiligung und Aktivismus als wichtiges Betrag in der nachhaltigen Stadtentwicklung Link
  • Citizens’ massive protests against introduction of big waste incineration plants mount in Russia. Russians want to collect waste separately and effectively recycle, whereas large state corporations lobby combustion of solid domestic waste as the solution of the landfills problem. Over a 100 thousand signatures have been gathered by the local residents of Moscow region and the city of Kazan’, the capital of Tatarstan republic, and meetings and protest actions take place, but they are ignored by the Federal television. Details

Januar 2017

Der Regierungsrat für Umweltfragen der Russischen Föderation hat politische Schritte zur Senkung von Schadstoffemissionen sowie zu einem verbesserten Abfallmanagement beschlossen. Föderationssubjekte und Unternehmen werden aufgerufen, zukünftig Schadstoffmonitorings durchzuführen. Zudem sollen Industrieunternehmen bestverfügbare, umweltgerechte Technologien verwenden. Bis 2018 soll ein russlandweit Mülltrennsysteme eingeführt werden. Konkrete Regelungen und Programme zu den genannten Maßnahmenpunkten werden noch ausgearbeitet. Doch schon jetzt kritisieren Experten, die angedachten Instrumente seien zu wenig ambitioniert und bei weitem nicht ausreichend. Es böte ungenügend wirtschaftliche Stimulation, die für eine umwelt- und klimagerechte Entwicklung in Russland notwendig wäre. Zu den größten Herausforderungen im Umweltbereich in der Russischen Föderation zählen die Luft- und Gewässerverschmutzung, ein unzureichendes Müllmanagement sowie der Druck auf Wälder und die biologische Vielfalt. Beitrag Angelina Davydova: http://www.kommersant.ru/doc/3182722

Dezember 2016

  • Klimaschutzbericht 2016 der Bundesrepublik Deutschland, "Deutschland wird sein
    Klimaziel für das Jahr 2020 aller Voraussicht nach verfehlen. Das räumt die Bundesregierung in ihrem  Klimaschutzbericht ein, den das Bundeskabinett am Mittwoch gebilligt hat. Statt um 40 Prozent sinkt der
    Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 im Vergleich zu 1990 nur um 37 bis 38 Prozent. Trotzdem will die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode keine zusätzlichen Maßnahmen mehr beschließen, erklärte das Umweltministerium. Die Opposition übte scharfe Kritik." (taz)
  • Bericht zu Klimakonferenz in Marrakaesch und den Auswirkungen des Pariser Abkommens auf die globale Wirtschafts, Angelina Davydova (RNEI): Laut Dimitri Medwedjew sei auch in Russland die Ausarbeitung eines Klimaschutzplans vorgesehen, in dem auch nationale Klimaadaptationsmaßnahmen sowie die Regulierung von CO2 Eingang finden sollen. Dadurch, so Alexej Kokorin (WWF) sollen effektiv Energieeffizienzlösungen und Innovationspotentiale stimuliert werden. http://www.ng.ru/ng_energiya/2016-12-13/15_6883_marrakech.html
  • Sarah Reinke (Gesellschaft für bedrohte Völker) zur kritischen Lage von Indigenen in Russland. Viele aktive Indigenen, die sich unter anderem für Sozial- und Umweltstandards bei Rohstoffföderprojekten einsetzen, werden schikaniert und bedroht. "So verlieren jene, die am dringendsten auch international Fürsprecher brauchen, ihre kompetentesten Vertreter. Die Angst vor genau diesem Schicksal lässt viele andere schweigen." http://www.die-tagespost.de/politik/Gastkommentar-Russland-und-die-Indigenen;art315,174621, #Pressemitteilung GfbV Razzia in Moskau - Schikanen gegen indigene Menschenrechtler. Sorge um Sicherheit indigener Aktivisten wächst