Video: HistorikerInnen und MitarbeiterInnen von NGOs über das Ende des Zweiten Weltkriegeses

 

Am 8./9. Mai hat sich zum 75. Mal das Kriegsende des Zweiten Weltkrieges in Europa gejährt. In den gegenwärtig schwierigen Zeiten droht das Gedenken an diesen wichtigen Tag der Weltgeschichte unterzugehen. Die AG Geschichte des DRA hat sich zum Ziel gesetzt, online einen Ort zu schaffen, an dem verschiedene Ansichten zum Thema des Kriegsendes ihren Platz haben sollen. Dazu haben wir Historiker:innen und NGO Mitarbeiter:innen aus Litauen, Polen, Russland, Slowenien/Italien, Kroatien und Deutschland vier Fragen mit auf den Weg gegeben, aus denen sie eine wählen und beantworten sollten:

1. Ist der 8./9. Mai in Ihrem Land ein Feiertag und wenn ja, warum ist er wichtig? Wenn nein, sollte der 8./9. Mai ein Feier- und Gedenktag werden und wenn ja warum? 2. Woran soll man sich erinnern und wie könnte ein angemessenes Gedenken an das Ende des Kriegsendes aussehen? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen in ihrem Heimatland? 3. Die Corona-Pandemie in Europa hat das öffentliche Gedenken in fast allen Ländern Europas massiv eingeschränkt. Was hätten Sie in diesem Jahr zum 75. Jahrestag des Kriegsendes in Europa am 8./9. gemacht? 4. Welchen Stellenwert hat das Gedenken an das Kriegsende für Sie persönlich? 

Štefan Čok (NGO Memorial Italy)

Den ersten Beitrag schickte der Historiker Štefan Čok aus Trieste, der sich in der NGO Memorial Italy und in der historischen Kinder- und Jugendbildung engagiert.

 

 

 

Kristina Smolijaninovaitė (EU-Russia Civil Society Forum)

2013 initiierte Kristina Smolijaninovaite vom EU-Russland-Zivilgesellschaftsforum - damals noch als Mitarbeiterin des DRA - die Arbeitsgruppe des Forums zu "Historischem Gedächtnis und Geschichtsbildung", die sie bis 2017 koordiniert hat. Kristina ist eine der Kurator:innen der Ausstellung "Different Wars/Verschiedene Kriege: nationale Geschichtslehrbücher über den Zweiten Weltkrieg" sowie Co-Autorin des zugehörigen Katalogs. Am 7. Mai 2020 wurde ein Dokumentarkurzfilm im Rahmen des "Different Wars"-Projekts veröffentlicht - als Versuch die verschiedenen Gedenkkulturen in Deutschland, Polen und Russland zu zeigen, darunter auch am Mahnmal für die ermordeten Juden Europas als dem zentralen Gedenkort für den Holocaust in Deutschland. Der Film ist hier zu finden:  

Different Wars - Remembering the Past.

 

 

 

Andreas Ehresmann (Direktor der Gedenkstätte Lager Sandbostel)

Andreas Ehresmann, Direktor der Gedenkstätte Lager Sandbostel (Niedersachsen), beantwortet die Frage, was das Gedenken an den Zweiten Weltkrieg für ihn persönlich bedeutet sowie was er an dem Tag gerne gemacht hätte.

 

 

 

Ondřej Matějka (Instituts für die Erforschung der Totalitären Regime)

Ondřej Matějka ist Stellvertretender Direktor des Prager Instituts für die Erforschung der Totalitären Regime (USTR). Er arbeitet zuvor für verschiedene NGOs zu deutsch-tschechischen Themen. 1998 wurde er Mitglied der Initiative Antikomplex und 2005 deren director. Antikomplex beschäftigt sich mit einer kritischen Reflextion der deutschsprachigen Geschichte in den tschechischen Regionen. Ondřej Matějka antwortet auf die Frage, in welcher Weise wir des Zweiten Weltkriegs heute und in Zukunft gedenken sollten.

 

 

 

Boris Stamenic (Documenta - Zentrum für die Aufarbeitung der Vergangenheit in Kroatien)

Boris Stamenic von der NGO "Documenta - Zentrum für die Aufarbeitung der Vergangenheit" in Kroatien antwortet auf die Frage, ob der 8./9. Mai in seinem Land ein Feiertag ist und äußert auch sein eigenes Verständnis zu dieser Frage.

 

 

 

Ekaterina Makhotina (Universität Bonn)

9. Mai, einer der größten Feiertage in Russland, wird dieses Jahr nicht wie gewohnt gefeiert. Eine Militärparade auf dem Roten Platz findet nicht statt. Ekaterina Makhotina, Historikerin an der Universität Bonn, erzählt als letzte in unserer Reihe vom 9. Mai in Russland in Zeiten von Corona.

 

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