„Transition Dialogue“ zu Narrativen über die Wendezeit ab 1989: Projektstart mit Fishbowl-Diskussion, Veranstaltungen in fünf Ländern

Zum Auftakt des neuen DRA-Projekts „Transition Dialogue 2019-2021 – Wandel demokratisch bewältigen“ fand am 30. Juli in Berlin unter dem Titel „Teaching Transition(s): Geschichte(n) des Wandels nach 1989“ eine Fishbowl-Diskussion statt. Über 50 Gäste waren dazu im Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer erschienen. Die geladenen Expert/innen aus den sieben Projektländern Bulgarien, Ukraine, Polen, Lettland, Russland, Deutschland und Kroatien diskutierten mit dem Publikum vor allem darüber, welche Narrative über die Wendezeit von Land zu Land vorherrschen und wie sie im Schulunterricht an die nachfolgende Generation vermittelt werden. Gefragt wurde dabei auch nach den „Leerstellen“ dieser Narrative: Was bleibt ungesagt? Welche Blickwinkel bleiben unberücksichtigt? Wird die Perspektive anderer betroffener Länder auf die Wendezeit dargestellt, und wenn ja, wie?

Die Veranstaltung fand im Rahmen des dreitägigen Auftakttreffens des Projekts statt, zu dem Vertreter/innen der Partnerorganisationen aus allen Projektländern sowie Expert/innen für die vorgesehenen Vergleichsanalysen zur Thematisierung der Wendezeit im Schulunterricht nach Berlin gekommen waren. Gemeinsam wurden die Projektmaßnahmen für die kommenden zweieinhalb Jahre geplant.

Von September bis Dezember sind in allen Projektländern lokale Veranstaltungen zum Thema der Wendeerfahrungen vorgesehen, wobei die Schwerpunkte jeweils unterschiedlich gesetzt werden können. Die Reihe beginnt in Russland, wo Anfang Oktober in Perm ein deutsch-russisches Zeitzeugengespräch mit dem DRA-Geschäftsführer Stefan Melle zum Mauerfall vorgesehen ist. Am 26. Oktober leitet das Projektteam in Glasgow ein Panel bei der diesjährigen NECE-Jahreskonferenz des von unserem Förderer, der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), initiierten Netzwerks für europäische politische Bildung („networking european citizenship education“, NECE). Eine Projekt-Zwischenbilanz wird am 12. November in Sofia gezogen: Am Heimatort unserer Partnerorganisation „Sofia Platform“ kommen dann alle Projektbeteiligten zu einem weiteren Arbeitstreffen und einer internationalen öffentlichen Veranstaltung zusammen.

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