Transition Dialogue: im Zeichen digitaler Formate zur Wendezeit

Im Projekt Transition Dialogue, das sich der Wahrnehmung und Darstellung des politisch-gesellschaftlichen Übergangs der 1990-er in verschiedenen Ländern Ost- und Mitteleuropas widmet, steht das Jahr 2021 im Zeichen digitaler Lernformate zu dieser Wendezeit. Bisher entstanden bereits ein virtueller Spaziergang durch Sofia (Bulgarien) als Mini-Serie u.a. mit dem Schriftsteller Georgi Gospodinov und dem Ministerpräsidenten a.D. Philip Dimitrov, ein Kurzfilm zum Thema Transformation und Bildung in Russland und eine Podcast-Reihe zu Themen wie „Crime and Punishment“ und „Winners and Losers of Transition“.

Vom 26.–28. April wurde in Vilnius (Litauen) die internationale Online-Konferenz “Rethinking the Democratic Future: Lessons from the 20th Century” veranstaltet, bei der bulgarische und litauische Expert:innen des Transition-Dialogue-Netzwerks über die Herausforderungen des Transformationsthemas in der formalen und non-formalen Bildung sprachen. Eine weitere Expert:innen-Diskussion, die im März 2021 in Kroatien und online stattfand, ermöglichte Einblicke in den dortigen Diskurs. Unter anderem wurde hier ein neues Unterrichtsmodul diskutiert, das den ökonomischen Wandel der Übergangszeit am Beispiel des Tourismus behandelt. Deutlich zeigte sich dabei die gesellschaftliche Bedeutung der auch in Kroatien im Schulunterricht bisher eher vernachlässigten Thematik.

Eine Gruppe von Expert:innen aus sieben osteuropäischen Ländern arbeitet zudem aktuell an einem Handbuch der politischen Jugendbildung „Den Wandel unterrichten“, das Ende 2021 hier veröffentlicht wird.

Das Projekt „Transition Dialogue 2019-2021“ wird mit freundlicher Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung realisiert.

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