Projekt „INKuLtur“: weitere Fortbildungen für Fachkräfte zu inklusiven Strukturen in russischen Kultureinrichtungen – Unterstützung für Seh-, Hör- und geistig Behinderte

Im April, Mai und Juni fanden im DRA-Projekt INKuLtur – Förderung des Zugangs zu Kulturangeboten für Menschen mit Behinderung weitere Bildungsveranstaltungen statt. Das große Interesse an dem Programm, das sich in erster Linie an die Mitarbeiter/innen russischer Kultureinrichtungen richtet, zeugt vom bestehenden Bedarf an einem internationalen Wissens- und Erfahrungsaustausch zu Fragen der Inklusion im kulturellen Bereich.

So nahmen im April im zentralen Ausstellungssaal „Manege“ in St. Petersburg 36 Mitarbeiter/innen von Museen und Theatern, aber auch Kinos und Bibliotheken der Stadt an einer zweitägigen Fortbildung teil. Acht Referent/innen aus Russland, Großbritannien und den Niederlanden berichteten dabei von ihren Erfahrungen mit inklusiven Strukturen in Kultureinrichtungen und erläuterten sowohl praktische Beispiele als auch theoretische Grundlagen einer uneingeschränkten Partizipation von Menschen mit Behinderung am kulturellen Leben. Am zweiten Tag wurden unter Anleitung der Expert/innen am Beispiel der „Manege“ inklusive Projekte erarbeitet. In vier Arbeitsgruppen entwickelten die Teilnehmer/innen dazu Ideen, identifizierten existierende Barrieren und konzipierten Führungen für Rollstuhlfahrer/innen sowie für Menschen mit Hör- oder Sehbehinderung oder Autismus. Zwei dieser Konzepte wurden zudem anschließend auf ihre praktische Anwendbarkeit hin getestet.

Vertieft wurden die in den bisherigen Präsenzseminaren des Projekts aufgeworfenen Fragen in Online-Webinaren. In diesem Format ging es am 29. – 31. Mai speziell um die Zugänglichkeit von Theatern und Museen. Die Fachreferent/innen waren Aleksej Shcherbakov bzw. Vlad Kolesnikov und Maria Sarytscheva (alle Moskau). Am 24.–27. Juni folgten vier weitere Webinare zu zielgruppenspezifischer Öffentlichkeitsarbeit für Menschen mit Seh-, Hör- oder geistiger Behinderung sowie zu Audiodeskription und leichter Sprache. Weitere Infos hier

Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt und von der Aktion Mensch gefördert.

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