Projekt „INKultur“: Webinare zu Inklusion in russischen Kultureinrichtungen

Das DRA-Projekt „INKuLtur - Förderung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am kulturellen Leben“ (Förderung: Auswärtiges Amt, Aktion Mensch) hat die Dokumentation mehrerer Webinare für Mitarbeiter/innen russischer Kultureinrichtungen online zugänglich gemacht (Links im Text und s.u.).

Dazu gehören zunächst die Aufnahmen zweier allgemeiner Webinare zur Verwirklichung von Barrierefreiheit und inklusiven Maßnahmen in Museen und Theatern, die im Mai stattgefunden haben. Anhand zahlreicher Praxisbeispiele schildern darin die Referent/innen Maria Sarycheva und Vlad Kolesnikov (für den Bereich „Museum“) und Alexei Schcherbakov (für den Bereich „Theater“) bestehende Barrieren, geben hilfreiche Tipps zu deren Überwindung und diskutieren den Unterschied zwischen den Begriffen „Barrierefreiheit“ und „Inklusion“.

Im Internet zugänglich sind auch vier vertiefende Webinare von Juni. Dabei führt Polina Sotova in das Thema „Blinde Menschen in Museen, Kinos und Theatern: Vermittlung, Audiodeskription und Kommunikationsspezifika“ ein (Webinar s. hier): Sie beleuchtet die praktischen Schwierigkeiten bei der Einführung umfassender Audiodeskription im Bereich Kino/Film und geht auf die zielgruppenspezifische Ansprache von Menschen mit Sehbehinderung in Museen und Theatern ein. Die Expertin Alexandra Isayeva analysiert anhand ihrer eigenen Erfahrungen und verschiedener Praxisbeispiele aus St. Petersburg die Möglichkeiten, Museen für Menschen mit Hörbehinderung zugänglicher zu gestalten (s. hier). Lada Talysina widmet sich der Einbeziehung der Zielgruppe der Menschen mit geistiger Behinderung in Kultureinrichtungen (s. hier). Sie stellt die Besonderheiten der hier erforderlichen Kommunikation dar und thematisiert die Schaffung von Anreizen für Menschen mit geistiger Behinderung, am kulturellen Leben teilzunehmen. Das vierte Webinar war dem Thema „leichte Sprache“ gewidmet, deren Verwendung Tatjana Grischan und Veronika Kovalenva (Minks) anhand vieler praktischer Beispiele, Texte und Übungen näher bringen.

Die einzelnen Webinare hatten jeweils 30 bis 80 Teilnehmer/innen. Alle Webinare sind hier online zu finden (auf Russisch und mit Übersetzung in russische Gebärdensprache). Zuständig für das Projekt im DRA sind Anja Kretzer, Kirsten Heyerhoff und Marina Grinfeld.

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