Projekt "Dialog für Verständigung und Recht: Europäische NGOs gemeinsam für Konfliktbewältigung im Donbass" präsentiert Bericht bei OSZE – Plattform CivilM+ in Vorbereitung

Als Side-Event der zweiwöchigen HDIM-Menschenrechts-Konferenz der OSZE fand am 15. September in Warschau eine öffentliche Präsentation zum Thema „Stärkung des Einflusses der Zivilgesellschaft im Donbass“ statt. Organisiert wurde sie vom DRA und der Civic Solidarity Plattform (CSP) in Zusammenarbeit mit dem OSZE-Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR) sowie mit Förderung durch das Auswärtige Amt.

Bei der Veranstaltung resümierten NGO-Expert/innen – Alexandra Romantsova und Alexander Pavlichenko (Ukraine), Valentina Tscherevatenko (Russland), Stefan Melle (DRA, Deutschland) und Simon Papuashvili (Belgien) – vor allem drei Herausforderungen, die die Effektivität des zivilgesellschaftlichen Engagements zu den verschiedenen Aspekten des Donbass-Konflikts unmittelbar beeinflussen: erstens die fragmentierteund von Misstrauen belastete Zusammenarbeit zivilgesellschaftlicher Akteur/innen aus der Ukraine und Russland; zweitens einander widersprechende Prioritäten und methodische Ansätze in der Menschenrechts- bzw. Friedensarbeit sowie daraus erwachsende Konflikte; und drittens die unzureichende Interaktion zivilgesellschaftlicher und staatlicher Akteure auf nationaler und internationaler Ebene bei ihren auf den Donbass-Konflikt bezogenen Aktivitäten.

Das Side-Event knüpfte an das strategische Seminar zur „Rolle der Zivilgesellschaft bei der Konfliktbearbeitung im Donbass“ an, das im Juni 2017 ebenfalls in Warschau stattfand und zu dem vor kurzem der Bericht „Enhancing Civil Society’s Impact in Donbas“ erschien. Neben den Ergebnissen aus den Arbeitsgruppen zu verschiedenen Aspekten des Donbass-Konflikts umfasst diese Publikation auch Empfehlungen an die Politik, Diplomatie und Zivilgesellschaft. Der Bericht liegt auf EnglischRussisch und Ukrainisch vor und erscheint demnächst auch auf Französisch.

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