"Mehr bewegen!": Memorandum mit UNICEF in der Ukraine und M18-Referendum in Russland mit fast 10.000 Beteiligten

In Anwesenheit des Ministerpräsidenten der Ukraine, Volodymyr Groysman, unterzeichneten Anfang April der Nationale Jugendrat der Ukraine (NYCU) und UNICEF Ukraine als Partner des DRA-Programms „Mehr bewegen!“ (Leitung: Roman Elsner) ein Memorandum über die gemeinsame Durchführung des Projekts „Child and Youth Friendly City“. „Mehr bewegen!“ wird dabei gemeinsam mit dem NYCU die Situation von Jugendlichen, die Jugendpolitik und Möglichkeiten der Jugendbeteiligung vor Ort in den Regionen der Ukraine evaluieren. An der Unterzeichnung beteiligten sich als künftige Unterstützer des Projekts auch der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen in der Ukraine, der Verband der ukrainischen Städte, der Assoziation der Territorien und Gemeinden sowie die ukrainischen Ministerien für regionale Entwicklung, Bauen und Wohnen, für Jugend und Sport und für Sozialpolitik.

Zu den Anliegen von „Mehr bewegen!“ gehören die Durchführung von Wahl-Simulationen für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (in Anlehnung an das deutsche Modell der U18-Jugendwahlen im Kontext realer Parlaments- oder Präsidentschaftswahlen) als Mittel der bürgerschaftlichen Bildung und die Verbreitung einer dazu geeigneten Methodik. In diesem Sinne fanden von März bis Anfang Aprilin sieben Regionen Russlands M18-Referenden (M18 für russ. „mensche 18“, d.h. „unter 18“) mit insgesamt knapp 10.000 Beteiligten statt. Die Themen, über die es abzustimmen galt, legten die Jugendlichen vorher selbst in einem Online-Voting fest. Eine der Fragen lautete beispielsweise, ob es Schulen in Russland erlaubt werden sollte, in der Unterrichtsplanung eigenständiger zu agieren. Rund 42 % der jungen Wähler/innen befürworteten dies, 39 % waren dagegen und 19 % enthielten sich. Ein deutliches Ergebnis erbrachte die letzte Frage auf dem Stimmzettel nach einer eventuellen Einführung der Todesstrafe in Russland. Mit der klaren Mehrheit von 70 % votierten die Jugendlichen gegen diesen Vorschlag.

Förderer von „Mehr bewegen!“ sind das Auswärtige Amt, der Paritätische Berlin und die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

 

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