Klimabildung für russische Schüler/innen: DRA und Partner entwickeln weitere Bildungsmodule – Regierung macht Klimaschutz zum Bestandteil der Lehrpläne

Seit April 2019 entwickelt der DRA in dem Projekt „ACCT! – Acting on Climate Change Together! NGOs and Teachers provide innovative climate change education for young people in Russia’s North-West“ gemeinsam mit russischen Partnern Materialien und Formate, die junge Menschen in Russland dazu anregen sollen, sich verstärkt mit dem Klimawandel und seinen Auswirkungen auseinanderzusetzen und nach Möglichkeiten zu suchen, selbst etwas gegen ihn zu unternehmen.

Vom 27.-31. Januar kamen die Mitarbeiter/innen des DRA-Projektteams und der Kooperationspartner in Archangelsk mit Klima- und Bildungsexpert/innen zusammen, um die letzten beiden von insgesamt fünf neuen Bildungsformaten zu dem Thema zu konzipieren. Entwickelt wurde dieses Mal zum einen ein Simulationsspiel zu internationalen Klimaverhandlungen, das den Schüler/innen verdeutlicht, wie Staaten und Interessengruppen ihre Ziele in der Klimapolitik durchzusetzen versuchen. Zum anderen soll noch ein Debattierformat zu Fragen rund um den Klimawandel ausgearbeitet werden.

Das von deutschen und russischen NGOs getragene Projekt „ACCT!“ – die Hauptpartner des DRA sind hier Movement „42“ (Dvischenie „42“, Archangelsk), das Russisch-Deutsche Büro für Umweltinformation (RNEI, St. Petersburg), das Unabhängige Institut für Umweltfragen (UfU, Berlin) und die St. Petersburger Polytechnische Universität – wird vor allem im schulbegleitenden Bereich eine Lücke schließen. Denn wie an den Schulen fehlt auch hier weitgehend eine Form der Vermittlung von Klimafragen, die die junge Zielgruppe anspricht und motiviert. Die Relevanz des Anliegens wurde nun auch im Anfang Januar vorgelegten Klimaaktionsplan der russischen Regierung (siehe auch Meldung unten) anerkannt: Er sieht vor, dieses Thema in die allgemeinen Lehrpläne zu integrieren.

Die im Rahmen von ACCT! neu entwickelten Bildungsformate werden ab April 2020 zunächst getestet und danach bis 2021 von Umwelt-NGOs und Pädagog/innen in der formellen und informellen Bildung für Jugendliche und junge Erwachsene implementiert.

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