Jahresbericht von Nikolaus von Twickel über Trends und Ereignisse in den ostukrainischen „Volkrepubliken“ DNR/LNR erschienen

Ein soeben auf Englisch und Russisch veröffentlichter Bericht von Nikolaus von Twickel fasst Trends und Ereignisse in den von der russischen Führung gestützten separatistischen „Volksrepubliken“ in den ukrainischen Gebieten Donetsk und Luhansk zusammen.

Das Jahr 2018 war in den „Volksrepubliken“ ein Jahr tiefgreifender Veränderungen. Deren wichtigstes Resultat war eine stärkere russische Kontrolle, was wenig Hoffnung auf ein Ende des Konflikts in der Ostukraine lässt. Die politische Führung der Donezker „Volksrepublik“ wurde ausgetauscht, nachdem deren Oberhaupt Alexander Sacharchenko am 31. August durch eine Bombe getötet worden war. Dagegen blieb die kleinere Luhansker „Volksrepublik“ auffallend von Erschütterungen verschont. Im November 2018 hielten beide „Volksrepubliken“ entgegen dem Protest internationaler Organisationen wie der OSZE Wahlen ab, offensichtlich um den Anführern Pasechnik und Puschilin dringend benötigte Legitimität zu verleihen. Beide gewannen die Wahl, nachdem sie als Kandidaten ohne einen einzigen glaubwürdigen Herausforderer aufgestellt worden waren. An der militärischen Lage hat sich wenig geändert – die Pattsituation bleibt bestehen, obwohl ukrainische Regierungseinheiten neue Stellungen in der zuvor demilitarisierten „grauen Zone“ eingenommen haben.

Es ist bereits der dritte Jahresbericht nach 2016 und 2017, den Nikolaus von Twickel über die besetzten Gebiete in der Ostukraine für den DRA verfasst hat. Er schreibt außerdem alle zwei Wochen einen Überblick über die Ereignisse in „DNR/LNR“, die auf einem fortlaufenden Distanz-Monitoring im Rahmen des CivicMonitoring-Programms des DRA beruhen. Der Newsletter kann auf www.civicmonitoring.org abonniert werden und erscheint auch auf der Facebook-Seite des DRA www.fb.com/draberlin. Das Monitoring ist Teil des Projekts „Dialog für Verständigung und Recht: Europäische NGOs gemeinsam für Konfliktbewältigung im Donbass“ und wird vom Auswärtigen Amt finanziell unterstützt.

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