Internationale NGO-Plattform „CivilM+“ für friedliche Lösung des bewaffneten Konflikts in der Ostukraine gegründet

Ziel von CivilM+ ist es, die Arbeit zivilgesellschaftlicher Initiativen zu bündeln, die in Bezug auf die Region in den Feldern Schutz der Menschenrechte, Friedensarbeit, humanitäre Hilfe, Bildungs- und Informationsarbeit, ect. tätig sind. Die Teilnehmer der Plattform setzen sich dafür ein, dass die betroffenen Regionen Luhansk und Donezk wieder zu einem friedlichen und entwickelten Gebiet innerhalb einer demokratischen Ukraine und eines geeinten Europas werden. CivilM+ möchte dazu sowohl die einheimische Bevölkerung als auch kriegsbedingte Umsiedler und Binnenflüchtlinge aus dem Konfliktgebiet einbinden.

Die Mitglieder von CivilM+ eint die Überzeugung, dass der Konflikt nur auf friedlichem Wege und unter Wahrung der Menschenrechte gelöst werden kann. Sie sind sich bewusst, dass dabei tiefe Gegensätze und Traumata überwunden werden müssen. Die Arbeit von CivilM+ basiert auf gemeinsamen demokratischen Werten, der Achtung der Menschenwürde und der Wahrung der Grundrechte und -freiheiten.

CivilM+ bietet seinen Teilnehmern die Möglichkeit, gemeinsame Positionen zu erarbeiten, gegenseitige Unterstützung zu leisten, Solidarität zu zeigen, ihre Kompetenzen zu erweitern und ihre Arbeit besser zu koordinieren.

Zu den Aufgaben der Plattform gehört es, Vertrauen und Dialog zwischen den Zivilgesellschaften auf allen Seiten des Konflikts sowie zwischen unterschiedlichen Bürgerinitiativen zu stärken, Desinformation zu bekämpfen sowie mehr öffentliche Aufmerksamkeit für den Konflikt in Europa zu schaffen. Die Mitglieder von CivilM+ streben danach, Konzepte für eine Aussöhnung und eine Übergangsjustiz zu erarbeiten, die zugleich die Schuldigen von Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen nicht aus der Verantwortung entlässt. Außerdem werden sie die internationalen Friedensverhandlungen beobachten und setzen es sich zum Ziel, den Einfluss zivilgesellschaftlicher Akteure auf die Verhandlungen zu stärken.

Zu den Gründern der Plattform gehören aus der Ukraine das „Zentrum für bürgerliche Freiheiten“, das Luhansker Menschenrechtszentrum „Alternativa“, die Organisationen „Land der freien Menschen“ und „Ideen für den Wandel“, die Ukrainische Helsinki-Union für Menschenrechte sowie die Menschenrechtsgruppe Kharkiv; aus Russland die „Union der Don-Frauen“, das Menschenrechtszentrum Memorial und die NGO „Bürger und Armee“; aus Deutschland der DRA e.V. und aus Frankreich die Organisationen „Assemblée des Citoyens“ und „Action Ukraine“.

Unabhängige zivilgesellschaftliche Akteure, die zu Donbass-bezogenen Themen tätig sind, sind eingeladen, sich über Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit CivilMPlus zu informieren.

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