INKuLtur-Weiterbildungsseminar für Kulturpersonal in Russland zur Umsetzung von inklusiven Strukturen in Museen, Theatern und Bibliotheken

Am 31.01. und 01.02.2019 fand im Rahmen des DRA-Projektes INKuLtur – Förderung des Zugangs zu Kulturangeboten für Menschen mit Behinderung das zweite Präsenzseminar zur Weiterbildung von Kulturpersonal statt. In Pskov trafen sich etwa 35 Vertreter_innen verschiedener Kultureinrichtungen (vornehmlich Führungskräfte aus Museen, Theatern und Bibliotheken) aus den Regionen Sankt Petersburg, Kaliningrad, Archangelsk sowie Pskov und Umgebung.

Die Ziele des Seminars waren, Vorstellungen zu Möglichkeiten der Umsetzung von inklusiven Strukturen in Kultureinrichtungen zu entwickeln, Barrieren zu erkennen und Lösungen zu deren Abbau zu erarbeiten. Dafür wurden verschiedene Praxisbeispiele vorgestellt, darunter das Historische Museum Frankfurt und die Initiative „Autism friendly“ aus Sankt Petersburg. Die aus Deutschland angereiste Inklusionsexpertin Eeva Rantamo führte einen Workshop durch, wie ohne Budget Barrieren in Kultureinrichtungen abgebaut werden können, wofür die Teilnehmenden eigene Ideen für ihre Einrichtungen entwickelten.

Ein weiteres Ziel des Seminars war es, sich mit verschiedenen Arten von Behinderung auseinanderzusetzen und eine größere Sensibilisierung im kommunikativen Umgang zu erlangen. Dafür berichteten selber Betroffene von ihren Erfahrungen und gaben praktische Hinweise, etwa für die Verwendung von Begrifflichkeiten. In einem Training konnten eigene Erfahrungen mit Blindheit und eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten gemacht werden.

Die Teilnehmenden nahmen viele neue Eindrücke und Anregungen für ihre Arbeit mit und freuen sich auf die weiterführenden Bildungsangebote – vier Webinare im Frühling, die sich vertiefend mit dem Thema auseinandersetzen. Ein weiteres Präsenzseminar findet im April in Sankt Petersburg statt.

Das Projekt INKuLtur wird vom Auswärtigen Amt und von der Aktion Mensch gefördert.

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