INKuLtur Podiumsdiskussion am 18.06.2020

“75 Jahre Kriegsende - 75 Jahre Behindertenrechte?? Die Entwicklung der Rechte von Menschen mit Behinderung in Deutschland, Russland und der Ukraine”

Am 18. Juni 2020 um 14.00 Uhr Berliner Zeit laden wir herzlich zur Online-Diskussion zum Thema “75 Jahre Kriegsende - 75 Jahre Behindertenrechte?? Die Entwicklung der Rechte von Menschen mit Behinderung in Deutschland, Russland und der Ukraine” ein.

„Die Herausforderungen einer jeder Generation sind andere. Für Menschen mit Behinderungen erscheint das Ringen für Gerechtigkeit und Selbstbestimmung allerdings oft als immerwährender Kampf. Die Ereignisse des 20. Jahrhunderts haben die Notwendigkeit von Perspektivwechseln der Mehrheitsgesellschaft über Behinderung schmerzhaft veranschaulicht. Aber haben wir daraus (genug) gelernt?“ (Constantin Grosch)

Zusammen mit unseren Gästen und dem Publikum wollen wir u.a. folgende Fragen diskutieren:

Wie sah der Umgang mit Menschen mit Behinderung vor und während des 2. Weltkrieges in Deutschland und in der Sowjetunion aus? Welche Änderungen brachte das Ende des Krieges in den Alltag von Menschen mit Behinderung mit sich? Inwiefern und wann wurde in Deutschland Euthanasie thematisiert und aufgearbeitet? War die Befreiung vom Krieg auch eine Befreiung für sie? Warum hat es nach dem Kriegsende so lange gedauert, bis Behindertenrechte als Teil von Menschenrechten anerkannt und wahrgenommen wurden? Was hat sich in der (Selbst)Wahrnehmung der Menschen mit Behinderung als Sondergruppe seit damals verändert?

Zur Podiumsdiskussion haben wir folgende Gäste eingeladen:

  • Philipp Rauh, M. A., Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich für Medizingeschichte am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin an der Technischen Universität München / München, Deutschland;
  • Tatiana Dorokhova, Doktor der Erziehungswissenschaften, Dozentin für Pädagogik an der Staatlichen Pädagogischen Universität Ural (Ekaterinburg), Mitglied des Projektteams "Workshop zur kreativen Inklusion", "Gemeinsam ein zugängliches Format entwickeln!" / Ekaterinburg, Russland;
  • Julia Sachuk, Autorin von mehreren wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema Rechte von Menschen mit Behinderung, Koordinatorin der NGO für Menschen mit Behinderung “Fight for Right”, Mitbegründerin der Initiativen „Accessible Kino“ und „Braille Studio“ / Kiew, Ukraine.

Moderation: Constantin Grosch, Aktivist für die Rechte von Menschen mit Behinderung, Inklusion und Barrierefreiheit.

Die Diskussion findet in deutscher, russischer und ukrainischer Lautsprache statt und wird simultan in diesen drei Sprachen sowie in Gebärdensprache gedolmetscht.

Die Diskussion findet online mittels ZOOM statt, um vorherige Anmeldung unter diesem Link (https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_tUIVd47mRe6OfjiNieaCVA) wird gebeten. Die Teilnahme ist kostenfrei, Dauer ca. 90 Minuten. Sollten Sie besondere Unterstützung benötigen, bitten wir um Rückmeldung per Mail an inkultur@austausch.org .

Organisiert wird das Podiumsgespräch im Rahmen des trilateralen DRA-Programms „INKuLtur – für Inklusion und kulturelle Teilhabe“, das in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen aus Russland, der Ukraine und Deutschland umgesetzt und aus Mitteln der Europäischen Union und des Auswärtigen Amtes gefördert wird.

Die Veranstaltung wird vom Auswärtigen Amt unterstützt und findet in Kooperation mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin statt.

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