INKuLtur: das erste Treffen der Expertengruppe

Im Oktober traf sich in Pskow zum ersten Mal die Expertengruppe zur Erarbeitung eines Konzeptes zu Barrierefreiheit in Kultureinrichtungen. Das Treffen ist Teil des DRA-Projektes „INKuLtur – Förderung des Zugangs zu Kulturangeboten für Menschen mit Behinderung“, das im Juni 2018 offiziell startete. Ziel ist die Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderung durch Schaffung von kultureller Teilhabe. 
Die vier Expert/innen werden im Laufe des nächsten Jahres unterschiedlichste Barrieren in Kultureinrichtungen in Russland analysieren und Umsetzungsmöglichkeiten von inklusiven Strukturen erarbeiten – zunächst für die Sparten Theater, Museen und Kinos. Dabei ist insbesondere die Arbeit mit einem breiten Inklusionsverständnis wichtig, das Inklusion als gesamtgesellschaftliche Aufgabe versteht und die Teilhabe von allen Menschen meint.
Teil der Kern-Expertengruppe sind Andrej Afonin, Leiter und Regisseur des integrativen und russlandweit bekannten Theaterstudios „Krug II“, Julia Galagusowa, Professorin aus Jekaterinburg, die verschiedenste inklusive Projekte umgesetzt hat, Vlad Kolesnikov, ein Gehörlosen-Sonderpädagoge und Kurator für Zugänglichkeitsprogramme des Staatlichen Historischen Museums in Moskau sowie Karina Chupina, eine deutsch-russische Expertin für Inklusionsfragen und Beraterin des Europarats zu Behindertenrechtsaspekten. Hinzugezogen werden im Laufe des Prozesses unterschiedlichste Berater/innen, die die Konzeptarbeit konsultativ unterstützen.
In Pskow wurde zwei Tage lang intensiv an den Grundlagen des Konzeptes gearbeitet und wichtige Schritte vereinbart. Das nächste persönliche Treffen wird vom 11. bis 15. Februar in Berlin stattfinden, an dessen Ende eine öffentliche Podiumsdiskussion mit deutschen Expert/innen stehen wird.

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