INKuLtur-Bildungsreise zum Thema Barrierefreiheit und Inklusion in Kultureinrichtungen

Vom 15. bis 19. September besuchten 20 Multiplikatorinnen aus Russland im Rahmen der INKuLtur-Bildungsreise verschiedene Kultureinrichtungen in Berlin, die sich mit den Themen Barrierefreiheit und Inklusion befassen, um ihr Angebot für die Zielgruppe Menschen mit Behinderung zugänglich zu machen.

In der Staatsoper Unter den Linden standen die Themen Denkmalschutz und infrastrukturelle Barrierefreiheit im Mittelpunkt. Beim Besuch der Amerika-Gedenkbibliothek diskutierten die Beteiligten u.a. die Frage, wie Menschen mit Behinderung in den Arbeitsalltag integriert werden können und wie sich dadurch auch das Angebot und die Zielgruppe verändern.
Am zweiten Tag besuchte die Gruppe das Deutsches Historisches Museum, wo anhand der Wechselausstellung „Weimar: Vom Wesen und Wert der Demokratie“ anschaulich dargestellt wurde, wie gleichwertige Teilhabe von Menschen mit verschiedenen Arten von Behinderungen gelingen kann. Im Anschluss fand ein Treffen mit André Nowak im Deutschen Bundestag statt, der vor allem die Aktivitäten des Bundestags zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland beleuchtete.


Am dritten Tag ging es bei einem Besuch in der Berlinische Galerie um die Vermittlung visueller Kunst für die Zielgruppe der Menschen mit Sehbehinderung. Beim Besuch des Denkmal für die ermordeten Juden Europas wurden Erfahrungen und Methoden im Umgang mit leichter Sprache für Menschen mit Lernschwierigkeiten vorgestellt. Zum Abschluss der Reise standen in einer Gesprächsrunde in den Sophiensaele neue Formen der Publikumspartizipation wie z.B. „Relaxed Performances“ im Vordergrund.

Die Multiplikatorinnen vertraten verschiedene Kultureinrichtungen (Museum, Theater, Kino, Bibliothek, Kulturhaus) aus neun Regionen Russlands (St. Petersburg, Pskov, Jekaterinburg, Omsk, Samara, Krasnojarsk, Tjumen, Petrosavodsk und Kurgan).
Zwischen den Teilnehmerinnen entstand während der Tage der Bildungsreise ein reger Austausch, neue Kooperationsmöglichkeiten wurden diskutiert, Erfahrungen in den einzelnen Regionen ausgetauscht und vielen wichtige Anregungen für die eigene Arbeit mitgenommen.

Die Bildungsreise wurde durch das Auswärtige Amt ermöglicht.

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