Gratulation an unsere Partner zum Friedensnobelpreis

Wir freuen uns außerordentlich über die heutige Entscheidung, den diesjährigen Friedensnobelpreis an Vertreter:innen der Zivilgesellschaft in Belarus, der Ukraine und Russland zu vergeben, und gratulieren den Preisträgern sehr herzlich. Mit dem belarussischen Menschenrechtsverteidiger Ales Bjaljatzki und der mit ihm eng verbundenen Organisation Viasna, der russischen Organisation Memorial und dem ukrainischen Center for Civil Liberties werden Akteure der Zivilgesellschaft ausgezeichnet, die sich seit vielen Jahren in herausragender Weise für Freiheit und Demokratie in ihren Ländern einsetzen. Alle drei Organisationen sind uns seit Jahren enge und vertrauensvolle Partner.

Wir halten es für ein ganz starkes Zeichen, mit dem Friedensnobelpreis gerade in diesem Jahr und in diesen drei Ländern zivilgesellschaftlichen Kräften den Rücken zu stärken. Diese Auszeichnung ist eine Ermutigung auch für viele andere, sich allen Umständen zum Trotz für eine plurale und lebendige europäische Zivilgesellschaft einzusetzen. Ihr Engagement kann Grenzen, Krieg und Diktaturen überwinden.

Wir erklären uns ausdrücklich solidarisch mit Ales Bjaljatzki, der sich seit Juli 2021 erneut als politischer Gefangener in Haft befindet, und fordern seine unverzügliche Freilassung. In Russland muss die Anfang 2022 vom Staat erzwungene juristische Auflösung von Memorial aufgehoben und die Meinungs- und Handlungsfreiheit für zivilgesellschaftliche Organisationen wiederhergestellt werden. Unsere gemeinsame Arbeit dafür wird auch in den nächsten Jahren weitergehen.

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