Erfahrungsaustausch in Georgien: Zivilgesellschaftliche Organisationen aus Armenien, Georgien, der Ukraine und dem Nordkaukasus besprechen effektive Strategien zur Integration von Binnenvertriebenen und Flüchtlingen

Im Rahmen unseres Projektes fand vom 24. bis 31. Juli die zweite Hospitationsreise zum Thema „Integration von Binnenvertriebenen und Flüchtlingen” in Georgien statt. Vertreter_innen zivilgesellschaftlicher Organisationen aus vier verschiedenen Konfliktregionen beteiligten sich an unserer Hospitationsreise und setzten sich mit effektiven Praktiken, Ansätzen und Methoden zur Integration von Binnenvertriebenen und Geflüchteten auseinander. Die Aktivist_innen kommen aus der Ukraine, Armenien, Georgien und aus  Nordkaukasus und trafen sich zum Erfahrungsaustausch diesmal in Georgien.

Zentrale Themen der 6-tägigen Reise waren u.a.: die Unterstützung von Binnenvertriebenen und Flüchtlingen bei der Arbeitssuche, der beruflichen Neuorientierung sowie in Rechtsfragen, die Dialogarbeit und Jugendbildung im Bereich der Konfliktprävention, das Soziale Unternehmertum als ein Instrument der Integration von Binnenvertriebenen und Geflüchteten sowie die Rolle und der Einfluss von Frauenorganisationen in Friedensprozessen.

Auf der Reise wurden 10 NGOs in Kutaisi, Batumi, Poti, Tbilisi und Zugdidi besucht. Ausgewählt wurden diese Regionen, da hier eine große Zahl von Binnenvertriebenen lebt und die örtlichen NGOs daher über viel Erfahrung und erfolgreiche Praktiken in der Integrationsarbeit verfügen.

Die Teilnehmer_innen der Hospitationsreise lobten die Arbeit der georgischen NGOs als gut koordiniert und waren von den kreativen Ansätzen der georgischen NGOs und der guten Kooperation dieser mit staatlichen Institutionen beeindruckt: „Ich war sehr beeindruckt von der Teamarbeit der georgischen Organisationen, die gut miteinander kooperieren, die  Herausforderungen an den Staat klar definieren und erfolgreich die Probleme der Binnenvertriebenen lösen“, beschreibt ein Teilnehmer der Reise seine Eindrücke.

Einen kleinen Einblick von der Hospitationsreise vermittelt der Fernsehbeitrag des georgischen Lokalsenders „Die neunte Welle“: Dieser filmte das Treffen mit der georgischen NGO für Binnenvertriebene aus Abchasien „Lasika“ in der Hafenstadt Poti.. Interviewt werden in dem Beitrag die georgische Teilnehmerin Christine Kilanava von der Organisation „Imedi“, die Vertreterin desukrainischen Hauptpartners des Projektes „Kraina Viljnih ljudej“, Nadezhda Homenko, und die Vertreterin des DRA e.V und  Leiterin des Projekts Maria Slesazeck.

Die dritte und letzte Hospitationsreise findet im September nach Armenien statt. Dort werden die Aktivist_innen dann die Möglichkeit bekommen, die Arbeit der armenischen Zivilgesellschaft im Bereich der Integration von Binnenvertriebenen und Geflüchteten kennenzulernen und zukünftige gemeinsame Projektinitiativen zu besprechen.

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