Diese Kultureinrichtungen werden zu Vorreitern der Inklusion in ihrer Region

Die Gewinner des Auswahlverfahrens für die Teilnahme am internationalen Programm „INKuLtur – für Inklusion und kulturelle Teilhabe“ stehen seit Anfang September fest! Unter Kultureinrichtungen aus verschiedenen Regionen Russlands, wie aus Jekaterinburg und der Swerdlowsker Region, aus Pskow und der Pskower Region, aus Omsk und der Omsker Region und aus Kaliningrad und der Kaliningrader Region wurden vier ausgewählt, um Piloteinrichtungen für den Ausbau eines inklusiven Umfelds in ihrer Region zu werden.

Die Gewinner der Ausschreibung sind:

Die Arbeit mit den Piloteinrichtungen dient der Einführung inklusiver Strukturen und dem Abbau von Barrieren sowohl in den genannten Institutionen als auch in anderen regionalen Kultureinrichtungen durch den Transfer von Wissen und Erfahrung.

In der jetzigen Phase wird eine internationale Expert:innengruppe gebildet, die die Einrichtungen auf ihre Stärken und Schwächen hin analysieren und bewerten wird, Maßnahmen zum Ausbau eines inklusiven und barrierefreien Umfelds bestimmen und einen individuellen Umsetzungsplan ausarbeiten wird. Das Personal jeder Piloteinrichtung wird darin geschult werden, die Barrierefreiheit der Institutionen und ihrer Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung zu gewährleisten.

„Für uns war es sehr wichtig, gerade die Einrichtungen auszuwählen, die Inklusion als Chance zum Wachstum und zur Verbesserung ihrer Arbeit sehen, die verstehen, dass es bei einem barrierefreien Umfeld nicht in erster Linie um Rampen geht, sondern um die Einstellung zum Menschen“, bemerkte die INKuLtur-Programmkoordinatorin Nataliia Zviagintseva (DRA e.V.).

Ein kurzes Wort zu jeder Einrichtung:

Die Regionale Wissenschaftliche Bibliothek Pskow / Псковская областная универсальная научная библиотека schreibt ihre Geschichte seit 1833. Sie ist nicht nur den Bewohner:innen der Stadt Pskow ein Begriff, sondern auch in der ganzen Region bekannt. Sie ist ein methodisches Zentrum für das gesamte Bibliothekennetz der Pskower Region, dem 293 Bibliotheken angehören. Außerdem wurde das Gebäude der Bibliothek kürzlich umfassend renoviert. Seit dem 1. September 2020 hat es wieder geöffnet und ist nun auch für Mitbürger:innen mit geringer Mobilität zugänglich.

Der Eingang der Bibliothek, ein längliches Gebäude mit vielen Fenstern, davor herbstliche Sträucher

Die Regionale Wissenschaftliche Bibliothek Pskow. Aus dem Fotoarchiv der Bibliothek.

 

Das Innovative Kulturzentrum (IKZ) / Инновационный культурный центр (ИКЦ) wurde 2016 in Perwouralsk auf dem Gelände des früheren „Demidow“-Eisenwerks gegründet. Seit seiner Gründung arbeitet das IKZ mit NGOs und Vereinigungen von Menschen mit Behinderung, mit dem Ministerium für Sozialpolitik der Region Swerdlowsk und mit Freiwilligenorganisationen zusammen. Es gründete die Freiwilligenorganisation „IKZ-Freundesliga", die auch Menschen mit Behinderung einschließt. Für Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen ist das Zentrum barrierefrei und bietet Arbeitsplätze. Das junge Team hat sich zum Ziel gesetzt, das Zentrum vollständig inklusiv zu gestalten, und arbeitet aktiv daran, Erfahrungen mit der Durchführung inklusiver Veranstaltungen zu sammeln.

Eine Grafik des Innovativen Kulturzentrums, ein futuristisch anmutendes Gebäude in Form eines stehenden Kreises mit Glasfassade, umgeben von einem großen Parkplatz und Grünanlagen

Aus dem Fotoarchiv des IKZ.

 

Das Regionale Bernsteinmuseum Kaliningrad / Калининградский областной музей янтаря wurde 1979 eröffnet und ist eine der „Visitenkarten“ der Region. Die Einrichtung empfängt jährlich 200.000 Besucher:innen, weshalb es vor der wichtigen Aufgabe steht, ein universell zugängliches Umfeld zu schaffen. So erlaubt es das besondere Projekt „Museum im magischen Buch", dreidimensionale virtuelle Kopien von 30 einzigartigen Ausstellungsstücken in Ausstellungen und Präsentationen zu zeigen, die sich an weiter entfernten Orten befinden, darunter Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen für Kinder.

Der Eingang zu einer Burg aus Backsteinen gebaut, mit einem Wehrgang mit Zinnen. Die Burg ist umsäumt von Bäumen. Davor steht eine Schlange von wartenden Menschen.

Das Regionale Bernsteinmuseum Kaliningrad. Aus dem Fotoarchiv des Museums.

 

Das Stadtmuseum „Omsker Kunst“ / Городской музей «Искусство Омска ist eines der jüngsten und mobilsten Museen der Stadt Omsk. Aktiv entwickelt es alle Bereiche der Museumswesens und führt auch Ausstellungs-, Forschungs-, Aufklärungs- und Publikationstätigkeiten aus. Das Museum ist bereit, neue Arbeitsformen einzuführen und verfügt bereits über gewisse Arbeitserfahrung mit Menschen mit Behinderung, sowohl als Autor:innen als auch Besucher:innen der Museumsausstellungen.

Ein weißes, längliches Gebäude mit auffallend grünen Dächern. Am Eingang hängt ein Plakat, auf dem man die Zahl 140 erkennen kann. Umsäumt von Parkanlage.

Das Stadtmuseum "Omsker Kunst". Aus dem Fotoarchiv des Museums.

 

Das trilaterale DRA-Programm „INKuLtur – für Inklusion und kulturelle Teilhabe“ wird in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen aus Russland, der Ukraine und Deutschland umgesetzt und aus Mitteln der Europäischen Union und des Auswärtigen Amtes gefördert.

Die in diesem Artikel zum Ausdruck gebrachten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder des Auswärtigen Amtes wider.

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