Auswahl der Kultur-Piloteinrichtungen in russischen Regionen Jekaterinburg, Pskow, Omsk und Kaliningrad

Im Programm „INKuLtur - für Inklusion und kulturelle Teilhabe“ stellt die Pilot-Arbeit mit russischen Kultur-Einrichtungen in den Regionen Jekaterinburg, Pskov, Omsk und Kaliningrad einen wichtigen Schwerpunkt dar. Seit April 2020 ist diese Arbeit mit Kultur-Piloteinrichtungen in vollem Gange.

In jeder Region wird eine Piloteinrichtung über eine Laufzeit von mehr als einem Jahr von jeweils einem internationalen Expert/innen-Team begleitet mit dem Ziel, bestehende Barrieren zu identifizieren, abzubauen und inklusive Strukturen in den Einrichtungen herzustellen. Außerdem sollen Mitarbeiter/innen-Schulungen stattfinden und in der breiten Öffentlichkeit mehr Akzeptanz für die gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe von Menschen mit Behinderung hergestellt werden. Basis ist das im Vorprojekt erarbeitete „Konzept für Barrierefreiheit“ für Kultureinrichtungen in Russland.

Kultureinrichtungen konnten sich über eine offene Ausschreibung als Piloteinrichtung bewerben. Trotz der Tatsache, dass Kultureinrichtungen und lokale Behörden aufgrund der COVID-19-Pandemie und darauf anschließenden ökonomisch instabiler Lage größtenteils geschlossen blieben, haben uns insgesamt 19 Bewerbungen erreicht: 9 aus Jekaterinburg & Sverdlovsker Gebiet, 4 aus Pskow, 3 aus Omsk und 3 aus Kaliningrad. Die Bewerbungen waren qualitativ sehr hochwertig. Erfreulich ist die Vielfalt an kulturellen Einrichtungen, so erreichten uns Bewerbungen von Museen, Bibliotheken, Theatern und Konzerthäusern und Kinos. Aus Jekaterinburg bewarben sich beispielsweise das über die russischen Grenzen hinaus bekannte Jelzinzentrum, die Sverdlovsker Bibliothek für Menschen mit Sehbehinderung und der Tierpark Jekaterinburg. Aus Pskov erreichten uns Bewerbungen des Theater- und Konzerthauses „Dom Ofizerov” und aus dem in Mikhailovskoe gelegenen Freiluftmuseum Pushkinskiy Zapovednik. In Kaliningrad bewarben sich unter anderem das Museum für bildende Künste und das staatliche Theater, aus Omsk das städtische Museum und das „independent” Kino „Dom-Kino”.

Nach einer zweiten Auswahlphase mit Interview wird Ende August für jede Region eine Piloteinrichtung feststehen. Diese beginnen dann mit Hilfe eins internationalen Teams von Expert/innen die aktive Analysephase, um eine auf die Einrichtung zugeschnittene Strategie für mehr Inklusion zu erarbeiten und mehr Teilhabe für Menschen mit Behinderung umzusetzen!

Das trilaterale DRA-Programm „INKuLtur – für Inklusion und kulturelle Teilhabe“ wird in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen aus Russland, der Ukraine und Deutschland umgesetzt und aus Mitteln der Europäischen Union und des Auswärtigen Amtes gefördert.

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