Aktuelle Projektphase im Nordkaukasus mit Existenzgründerkursen, Frauen- und Jugendarbeit, NGO-Förderung abgeschlossen – Fortsetzung in Planung

Am 31. Dezember 2018 endete die fünfte Phase des seit 2008 in Kooperation mit russischen Partnern realisierten DRA-Projektes „Aussöhnung ermöglichen, Lebensperspektiven eröffnen: ein Beitrag zur sozioökonomischen Stabilisierung der Krisenregion Nordkaukasus“ (Koordination: Andrea Gotzes).

Seit Juni 2016 wurden in der von Wirtschaftsmisere und interethnischen Spannungen gekennzeichneten Region erneut über 100 Existenzgründer/innen beim Start in die Selbstständigkeit unterstützt. Dazu kamen Frauenförderungsmaßnahmen, Berufsorientierung für Jugendliche, Vernetzungs- und Qualifizierungsangebote für NGOs und anderes mehr. Hauptprojektregion war Inguschetien mit Veranstaltungen vor allem im eigenen Bildungszentrum in Sunscha sowie im ersten Co-Working-Zentrum im Nordkaukasus „Stanzija metro“ in Nasran, an dessen Aufbau das Projektteam maßgeblich mitgewirkt hat. In Nordossetien nahmen ferner Hunderte von Jugendlichen aus allen dort lebenden ethnischen Gruppen an sozial oder ökologisch ausgerichteten Freiwilligenaktionen sowie an Bildungsangeboten teil. Einzelmaßnahmen wurden außerdem in Dagestan durchgeführt.

Im vergangenen Jahr erschien eine Broschüre zur zehnjährigen Geschichte des Projekts, die online auf Deutsch und auf Russisch zugänglich ist.

Eine Fortsetzung der Projektarbeit im Nordkaukasus ist in Planung. Als zusätzliche Region wird voraussichtlich Tschetschenien einbezogen. Die erfolgreichen Existenzgründerkurse sollen fortgesetzt und die Angebote zur Frauenförderung in diesem Bereich verstärkt werden. Die Jugendarbeit wird um kulturelle Aspekte sowie um neue Formate und Kooperationspartner erweitert.

Unser herzlicher Dank gilt den Unterstützern des Projekts – dem Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung/„Brot für die Welt“ sowie dem Osteuropa-Hilfswerk der Katholischen Kirche in Deutschland „Renovabis“ und der Britischen Botschaft in Moskau. Insbesondere danken wir „Brot für die Welt“ dafür, dass die Projektarbeit noch über die ursprünglich vorgesehene Laufzeit hinaus fortgeführt werden konnte.

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